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Formel 1

Formel 1 Mugello, Pech für Lance Stroll: Unfall statt Podium

Lange lag Lance Stroll beim Formel-1-Rennen in Mugello auf Kurs zu seinem zweiten Podium in Serie. Doch statt Punkten gibt es nur einen harten Abflug.
von Florian Niedermair

Motorsport-Magazin.com - Nicht vom Glück verfolgt waren am heutigen Sonntag in Mugello auch die beiden Racing-Point-Fahrer. Während Lance Stroll sich in aussichtsreicher Position liegend in den Reifenstapel verabschiedete, musste Sergio Perez ohne die neuesten Upgrades zurechtkommen und war deshalb sowieso schon im Nachteil.

Dabei schaute die Pace der pinken Boliden für den Großteil des Wochenendes stark aus. Hinter Mercedes und Red Bull war Racing Point die dritte Kraft beim ersten Formel-1-Grand-Prix in Mugello. Lediglich Charles Leclerc konnte Stroll und Perez im Qualifying zusätzlich abfangen.

Doch im Rennen ging der Ferrari unter und die beiden Red Bulls verabschiedeten sich auch bereits am Start nach hinten – Verstappen durch einen Ausfall, Albon durch einen verpatzten Start -. Dadurch war Lance Stroll auf Podiumskurs unterwegs und hielt die dritte Position auch bis zum Ende des ersten Stints.

Stroll-Crash: War es ein Reifenschaden?

Dann fiel der Kanadier allerdings einem Undercut von Daniel Ricciardo zum Opfer und statt einer Attacke nach vorne geriet er zunehmend unter Druck von Alexander Albon. Doch zu einem Zweikampf kam es nicht mehr. Denn in Runde 43 verlor Lance Stroll in der ultraschnellen Arrabbiata-2-Kurve die Kontrolle über seinen Boliden und schlug in den Reifenstapel ein.

Teamchef Otmar Szafnauer meinte nach dem Rennen: "Es sieht so aus, als ob der Unfall von einem Reifenschaden ausgelöst wurde." Der genaue Grund, der zum Schaden führte, ist allerdings noch nicht geklärt. "Wir suchen noch immer nach dem Grund für den Unfall. Es ist alles so schnell passiert, aber es hat sich angefühlt wie ein Reifenschaden", unterstrich Lance Stroll die Aussage seines Teambosses. "Ich bin zufrieden damit, wie die Upgrades an diesem Wochenende funktioniert haben. Das Ergebnis ist unglücklich, aber das ist eben manchmal so."

Perez in den Top-5

Die mögliche Top-5-Platzierung für den zukünftigen Teamkollegen von Sebastian Vettel war jedenfalls mit dem Abflug erledigt. Stattdessen musste Sergio Perez die Kohlen für Racing Point aus dem Feuer holen. Der Mexikaner übernahm nach dem letzten Restart die fünfte Position und überquerte auch die Ziellinie auf diesem Rang und das obwohl er ohne die neuen Updates seines Rennstalles auskommen musste.

Perez, der 2021 seinen Platz bei Racing Point räumen muss, war nach dem Rennen trotz seiner besten Saison-Platzierung nicht zufrieden. "Ich denke, das Podium wäre heute eine Möglichkeit gewesen. Aber wir hatten einfach nicht ganz die Pace und die Balance, um es möglich zu machen.

Für das nächste Rennen wird auch Sergio Perez auf die neueste Ausbaustufe des RP20 zugreifen können. Der nächste Grand Prix, der auf dem Programm steht ist der Große Preis von Russland in Sotschi am 27. September.


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