Formel 1

Max Verstappen lacht über virtuelle F1: Mach den Computer aus!

Max Verstappen fehlte am Sonntag beim eSports-Event der Formel 1. Zeit hatte der Red-Bull-Pilot eigentlich - aber auch ein gutes Argument gegen einen Start.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Formel-1-Pilot Max Verstappen ist Simracer mit Leib und Seele. Doch während sich bei dem von der F1 am Bahrain-Wochenenden organisierten eSports-Event unter anderem Simracing-Rookie Nico Hülkenberg mutig einem Feld aus Profi-Rennfahrern, Pro-Gamern, YouTubern und Größen aus der Welt des Sports stellte, blieb der Red-Bull-Pilot diesem virtuellen Schlagabtausch fern.

Verstappen ohne Lust auf virtuellen Motorsport? Das muss seine Gründe haben, lässt sich der 22-Jährige doch sonst keine Competition mit Simracing-Kumpel Lando Norris entgehen. Und Gründe hatte er für seine Absage beim Event der Formel 1 auch. "Ich werde nicht mitmachen, vor allem weil ich das Spiel noch nie richtig ausprobiert habe", sagte er gegenüber dem niederländischen Sportsender Ziggo Sport.

Eine Woche zuvor war der sonst hauptsächlich in der Simulation iRacing aktive Verstappen beim All-Star Esports Battle am Start, für den rFactor 2 als Plattform diente. Letztere war ihm zwar auch nicht so vertraut wie iRacing, doch das erste große eSports-Event in Folge der Absage des Formel-1-Auftakts in Australien ließ er sich trotzdem nicht entgehen.

In einer Auswahl von Profi-Rennfahrern und Pro-Gamern fühlte sich Verstappen sichtlich wohl. Das Rennen der Profis dominierte er mit Pole Position und Sieg souverän. Im Finale startete er in den Top-10, wurde dann jedoch in eine Kollision verwickelt und sah schlussendlich nur als Elfter die Zielflagge.

Offizielles F1-Spiel reizt Max Verstappen nicht: Lieber Serien schauen

Für die beim F1-Event genutzten Plattform konnte er sich allerdings nicht erwärmen. Das offizielle Spiel zur Formel 1, F1 2019, gilt in Fachkreisen nicht als Simulation und reizt Verstappen aus diesem Grund ganz einfach nicht. "Es braucht einige Tage um sich daran zu gewöhnen und ich will mich damit im Moment nicht befassen", sagt er.

Dementsprechend hatte er für Lando Norris auch nur einen Rat, als dieser ihn unmittelbar vor dem Start des Events anrief, weil sein Spiel abgestürzt war. "Ich würde den Computer ausschalten und mir lieber Serien anschauen. Ist das ein guter Tipp?", so Verstappen in der twitch-Übertragung von Norris.

Verstappen sagt auch zweiten All-Star Esports Battle ab

Allerdings sagte Verstappen am vergangenen Wochenende nicht nur die Teilnahme beim virtuellen Rennen der Formel 1 ab. Der zweite All-Star Esports Battle fand nach ursprünglicher Zusage am Samstagabend auch ohne ihn statt. In Sachen Simracing wird es von ihm in Zukunft aber trotzdem wieder mehr zu sehen geben.

"Ich habe alle Hände voll mit anderen virtuellen Rennen zu tun. Es würde für mich keinen Sinn machen, die ganze Zeit zwischen den Spielen hin und her zu wechseln", erklärt Verstappen. Doch sein Motto lautet im Simracing wie in der Realität, ganz oder gar nicht: "Ich fahre immer nur um zu gewinnen und ich werde nicht hinten herumfahren. Da fahre ich lieber gar nicht mit."


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