Formel 1

Formel 1, Vettel vom Wetter ausgebremst: Hoffen auf Leclerc

Sebastian Vettel beendete seine Testfahrten 2020 mit einer Bestzeit. Ferrari wegen starkem Wind trotzdem weiter ohne Benchmark. Kein Tag für Rekorde.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Sebastian Vettel beendete seine Formel-1-Testfahrten 2020 am Donnerstag mit der ersten Ferrari-Bestzeit 2020. Der viermalige Weltmeister hatte an seinem letzten Tag auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya allerdings das denkbar schlechteste Los gezogen. Starker Wind machte eine Zeitenjagd unmöglich. Hoffnung auf das Test-Finale mit Charles Leclerc.

"Der Tag heute war was die Bedingungen anging schlecht. Der Wind war sehr stark und es war im Auto ziemlich ungemütlich", resümiert Vettel im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com. Mit einer Rundenzeit von 1:16.841 Minuten auf dem weichsten verfügbaren Reifen, dem C5, fuhr er die bis dato drittschnellste Runde der Testfahrten.

Damit rangiert er jedoch noch deutlich hinter den Mercedes-Piloten Valtteri Bottas und Lewis Hamilton. "Das war sicher nicht der beste Tag, um etwas daraus zu lesen", relativiert Vettel seinen Rückstand von über einer Sekunde auf die schnellste Mercedes-Zeit. Am Vormittag leistete er sich einen Dreher, unter dem Strich kam er an seinem letzten Arbeitstag in Barcelona dennoch auf 145 Runden.

Wie Ferrari im Vergleich in Sachen ultimativer Pace zu Mercedes, Red Bull & Co. steht, kann am Freitag nur noch der Teamkollege beantworten. "Charles wird morgen das gleiche Programm haben und hoffentlich hat er einen sauberen Run bei besseren Bedingungen, sodass wir in der Lage sind etwas mehr als heute zu sagen", so Vettel.

Vettel von Wind gestoppt: Kein Tag für Rekorde

Für ihn war es am Donnerstag unmöglich, einen Benchmark zu setzen. "Es war ziemlich klar, was wir heute ausprobiert haben. Wir haben Vormittags mit ein paar Unterbrechungen mehr Shortruns gefahren, nachdem wir durch die feuchte Strecke am Morgen etwas später damit loslegen konnten. Nachmittags waren Rennsimulationen und andere Dinge angesagt", erklärt Vettel.

Nachdem Ferrari bei den Wintertestfahrten 2019 regelmäßig mit neuen absoluten Bestzeiten die Muskeln spielen ließ, gibt es von den Italienern einen Tag vor Schluss diesmal noch gar keine wirkliche Referenz. "Wenn man auf die reinen Rundenzeiten schaut, war heute sowieso nicht der Tag, um Rekorde zu brechen.

Formel 1 Testfahrten 2020: Blufft Ferrari nur?: (09:12 Min.)

Ferrari und Vettel verzichten 2020 auf Performance-Run

In den letzten Minuten ging Vettel noch einmal auf dem weichsten Reifen auf die Strecke, doch die von vielen erwartete Attacke blieb aus. Die FIA testete einige Systeme und schaltete rund um die Strecke herum auf Gelb, Vettel rückte zweimal auf dem C5-Compound aus und kam dann zurück an die Box. Doch das soll nichts mit der Neutralisierung zu tun gehabt haben.

Den ultimativen Performance-Run hätte man von Ferrari sowieso nicht gesehen, beteuert Vettel: "Nein, es waren am Ende nur Boxenstopps. Wir hatten noch einige Reifen dafür übrig." Dass die weichen Reifenmischungen an diesem Tag ausgiebig getestet wurden, hatte ohnehin andere Gründe.

"Es ging darum, das Auto unter allen Bedingungen kennenzulernen. Deshalb haben wir die weichen Reifen C4 und C5 benutzt. Die hatten wir zwar letztes Jahr schon so, denn es hat sich nichts geändert, aber du willst natürlich trotzdem wissen, wie sie sich auf dem neuen Auto verhalten."


Weitere Inhalte:
Formel 1 Tickets
Wir suchen Mitarbeiter
Mitarbeiter Motorsport Designer Journalismus Programmierer Video