Formel 1

Formel-1-Test Abu Dhabi: Mercedes-Russell vorne, Leclerc crasht

George Russell holt sich am letzten Formel-1-Testtag in Abu Dhabi und 2019 die Bestzeit im Mercedes. Charles Leclerc crasht seinen Ferrari.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Der letzte Vorhang der Formel-1-Saison 2019 ist gefallen. Am Mittwoch nach dem Abu Dhabi GP bestritt die F1 ihren finalen von zwei Tagen Testfahrten auf dem Yas Marina Circuit. Wie schon am Dienstag ging die Bestzeit auch am zweiten Reifentesttag für 2020 an Mercedes.

Formel 1: Welche Pirelli-Reifen werden 2020 gefahren?: (08:55 Min.)

Nicht Lewis Hamilton oder - wie am Vortag - Valtteri Bottas bescherte dem Weltmeister diesmal die schnellste Zeit des Tages, sondern Mercedes-Junior George Russell. Der Williams-Stammfahrer, noch am Vortag in seinem vertrauten FW42 unterwegs, pilotierte an Tag zwei den W10. Hintergrund: Kein Test zur Fahrerbewertung des jungen Briten, Hamilton und Bottas weilen schlichtweg für Sponsorentermine in Malaysia.

Russell im Mercedes fast zeitgleich mit Bottas

Mit einer 1:37.204 umrundete Russell den Wüstenkurs fast genauso schnell wie Bottas tags zuvor. Nur acht Hundertstelsekunden fehlten dem Youngster somit auf die Gesamtbestzeit des Tests. Platz zwei am Mittwoch ging, wie am Dienstag, an Ferrari. Charles Leclerc hatte den SF90 von Sebastian Vettel übernommen, setzte eine Bestzeit von 1:37.401 Minuten.

Vor allem fiel der Monegasse nicht damit, sondern dem tatsächlich einzigen Zwischenfall des gesamten Tests auf, der zu einer roten Flagge führte. Rund zwei Stunden vor Testende verlor Leclerc auf dem Kerb von Kurve 14 seinen Ferrari und schlug mit dem Heck voran in die Streckenbegrenzung ein.

Charles Leclerc crasht Ferrari

Der Unfall sorgte für eine 30 Minuten lange Unterbrechung der Session. Für Leclerc und Ferrari hatte der Crash keine dramatischen Folgen. Zum Zeitpunkt des Abflugs hatte der Monegasse 103 Runden abgespult, damit fehlten nur 17 auf das laut Ferrari anvisierte Tagesziel von 120 Umläufen. Auch der Schaden sei reparabel gewesen, allerdings hätte der Aufwand in keinem Verhältnis zum Ertrag gestanden, ließ die Scuderia wissen.

Rang drei im Tagessergebnis ging an Lance Stroll im Racing Point. Es folgten Pierre Gasly im Toro Rosso, Carlos Sainz im McLaren und Esteban Ocon, auch am Mittwoch den gesamten Tag im Renault-Cockpit. Alex Albon im Red Bull, Haas-Reservist Pietro Fittipaldi, Antonio Giovinazzi im Alfa und Williams-Neuzugang Nicholas Latifi komplettierten die Top-10.

Paydriver Nissany ohne Fortschritt

Einen elften Platz gab es bei nur zehn Boliden auch noch. Wie am Dienstag teilte Williams auch am Mittwoch die Arbeitszeit auf. Latifi fuhr am Nachmittag, der Vormittag war für Paydriver Roy Nissany reserviert. Ein Fortschritt war nicht ersichtlich. Erneut fehlten drei Sekunden auf den Vorletzten.

Der Fleißorden ging unterdessen an Pierre Gasly. Der Franzose spulte im Toro Rosso 146 Runden ab. Das entspricht mehr als zweieinhalb Renndistanzen. Auch George Russell riss mit 145 Runden im Mercedes ein ordentliches Pensum ab. Charles Leclerc, Carlos Sainz, Lance Stroll, Esteban Ocon, Alex Albon, Nicholas Latifi Antonio Giovinazzi und Pietro Fittipaldi durchbrachen ebenfalls die 100-Runden-Schallmauer. Also im Grunde alle bis auf Halbtagsarbeiter Nissany.

Wann die Pirelli-Entscheidung fällt

Den wichtigsten Befund überhaupt lieferte Pirelli: Die Entscheidung, welche Spezifikation von Reifen 2020 nun gefahren wird - der eigentliche Sinn und Zweck dieses Tests - wird spätestens am 09.12. fallen.

Formel-2-Test in Abu Dhabi mit Mick Schumacher

Die Formel 1 verabschiedet sich damit in die Winterpause. In Abu Dhabi geht es jedoch noch drei Tage weiter - mit der Formel 2. Von Donnerstag bis Samstag stehen drei Testtage auf dem Programm. Gefahren wird jeweils von 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr Ortszeit. Mick Schumacher wird an allen drei Tagen durchgängig in seinem Prema-Boliden sitzen. Hier geht's zur kompletten Starterliste

Formel 1 Reifentest in Abu Dhabi, Ergebnis Tag 2

POS Fahrer Team Runden Zeit Reifen
1 Russell Mercedes 145 1:37,204 C5 2020
2 Leclerc Ferrari 103 1:37,401 C5 2019
3 Stroll Racing Point 132 1:37,999 C5 2020
4 Gasly Toro Rosso 146 1:38,166 C5 2020
5 Sainz McLaren 112 1:38,729 C5 2020
6 Ocon Renault 128 1:38,950 C4 2019
7 Albon Red Bull 139 1:39,181 C4 2019
8 Fittipaldi Haas 135 1:39,682 C5 2019
9 Giovinazzi Alfa 115 1:39,811 C5 2020
10 Latifi Williams 107 1:40,188 C4 2020
11 Nissany Williams 38 1:43,892 C4 2020

Weitere Inhalte:
Wir suchen Mitarbeiter
Mitarbeiter Motorsport Designer Journalismus Programmierer Video

a