Formel 1

Formel 1, Leclerc steckt Qualifying-Patzer weg: Max zu schnell

Charles Leclerc verpasst im Formel-1-Qualifying in Mexiko die Pole, patzt im entscheidenden Moment. Diesmal lässt der Ferrari-Pilot Selbstkritik stecken.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Charles Leclerc hat wie Sebastian Vettel im Qualifying der Formel 1 zum Mexiko GP 2019 die sechste Ferrari-Pole in Folge verpasst. Der Monegasse qualifizierte sich als Zweiter mit 0,266 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit von Max Verstappen im Red Bull. Zumindest erst einmal. Für das Missachten gelber Flaggen an der Unfallstelle Valtteri Bottas' kassierte der Niederländer nachträglich eine Strafversetzung, Leclerc erbt die Pole.

Was bleibt, ist die Qualifying-Niederlage. Dort hätte der Abstand kleiner ausfallen können, hätte Leclerc nicht im alles entscheidenden Moment gepatzt. Im zweiten Run in Q3 ging der Youngster in Kurve zwölf viel zu weit, verbesserte seine Zeit aus dem ersten Schuss so nicht.

Charles Leclerc kaum überrascht von Red Bull

Dennoch fällt die bei Leclerc inzwischen schon berühmte Selbstgeißelung diesmal aus. "Ich bin sehr happy, vor allem mit meinem erstem Run in Q3", berichtet der Ferrari-Pilot. "Das Auto war sehr gut. Im zweiten Run von Q3 haben wir versucht, etwas mehr Balance hinzubekommen und mehr Front zu geben. Das hat im ersten Sektor geholfen. Aber dann war es im letzten etwas knifflig und ich habe die ganze Zeit verloren, die ich vorher geholt hatte. Aber Max war denke ich sowieso zu schnell für uns", erklärt er.

Etwas überrascht von der Stärke Red Bulls zeigte sich Leclerc jedoch durchaus. Aber nur partiell. "Ja und nein", antwortet Leclerc auf entsprechende Nachfrage. "Wir erwarteten sie stark. Nach dem FP3 dachten wir, eine Chance auf Pole zu haben. Aber dann waren sie zu schnell im Qualifying, etwas überraschend."

Leclerc erwartet hartes Rennen gegen Verstappen

Im Rennen möchte Leclerc den Spieß gegen den Sieger der beiden Vorjahre umdrehen. "Wir haben einen guten Speed auf den Geraden. Daraus können wir hoffentlich unseren Vorteil ziehen", sagt Leclerc. Doch leicht werde das nicht.

"Red Bull, und Max im Speziellen, waren schon gestern hier im Longrun sehr stark. Es wird also schwierig", fürchtet der Ferrari-Fahrer. "Aber alles ist möglich!" Besonders wichtig sei einmal mehr - diesmal vielleicht sogar noch etwas mehr - der Start.

"Wir müssen aus dem Start Kapital schlagen, denn danach werden hier alle Probleme haben. Es ist hier sehr schwer, hinterherzufahren. Wir werden versuchen, gleich in Kurve eins die Chance zu nutzen", sagt Leclerc. "Dieses Mal starte ich nicht von Pole, sondern von P2. Hoffentlich kann ich den Windschatten von Max nutzen."


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