Formel 1

Formel-1-Zeugnis: Romain Grosjeans Saison-Fazit 2018

Romain Grosjean lieferte eine desaströse erste Saisonhälfte. Die F1-Zukunft des Haas-Piloten wackelte, Grosjean reagierte. Das rettet seine Bilanz.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Die Formel-1-Saison 2018 ist Geschichte. Es war ein Jahr voller Highlights, spannender Kämpfe und prickelnder Teamduelle. Zum Jahresabschluss nimmt Motorsport-Magazin.com alle Fahrer der abgelaufenen Saison unter die Lupe. Jeden Tag arbeiten wir uns in unserem Adventskalender in der WM-Tabelle einen Platz vor. Heute in der Zeugniskonferenz: Romain Grosjean.

Steckbrief Romain Grosjean

Karriere 2018
GP-Starts 143 21
Siege 0 0
Bestes Rennergebnis 2 4
Podien 10 0
Ø Rennplatzierung 12,5 10,8
Ausfälle 40 6
Schnellste Runden 1 0
Poles 0 0
Bestes Quali-Ergebnis 2 5
Ø Position im Qualifying 11,4 10,05
Punkte 381 37

Die Qualifying-Performance 2018: Im Zeittraining lieferte sich Romain Grosjean das ganze Jahr über ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit seinem Teamkollegen. Unter dem Strich gewann der Franzose das Teamduell haarscharf mit 11:10, war im Durchschnitt aller Quali-Segmente allerdings 0,188 Sekunden langsamer. Als bestes Ergebnis schlägt wie für den Dänen ein fünfter Platz zu Buche. In einem Punkt setzt sich Grosjean allerdings klar von Magnussen ab: 16 Mal erreichte er das Q3, Magnussen nur zehn Mal.

Die Renn-Performance 2018: Nach einem guten Start in Australien lief für Grosjean in der ersten Saisonhälfte praktisch nichts mehr zusammen. Ganz im Gegenteil: Stück für Stück schien der Wahnsinn seiner frühen Karriere zurück. Der Franzose leistete sich eine Reihe kapitaler Böcke, allen voran das unverantwortliche Manöver kurz nach dem Start in Spanien und sein Crash unter Safety-Car-Bedingungen in Baku, für den er zunächst auch noch den weit hinter ihm fahrenden Marcus Ericsson verantwortlich machte.

Aus dieser Phase rührt auch seine Niederlage im teaminternen Vergleich der ersten Runde. Im Schnitt verlor Grosjean 2018 hier 0,47 Positionen während Magnussen sogar 0,4 gewann. Doch in Saisonhälfte zwei war Grosjean plötzlich wie ausgewechselt. Plötzlich leistete er sich nicht nur keine Fehler mehr, sondern war endlich auch schneller als Teamkollege Magnussen. Die Folge: Ein 8:7-Sieg im Rennduell über den Dänen wenn beide das Ziel sahen.

Die Big Points fuhr dieses Jahr jedoch nicht Grosjean für Haas ein. Magnussen holte 56 Punkte, Grosjean ganze 19 weniger. Deshalb reichte es nur zu WM-Rang 14.

Das sagt Romain Grosjean: "Wir können stolz auf diese Saison sein. Österreich war das beste Ergebnis der Teamgeschichte und für war auch Deutschland klasse. Dieses Rennen habe ich sehr genossen. Das Team hat sich dieses Jahr sehr verbessert, wir haben gute Fortschritte erzielt. Aber damit sind wir noch nicht fertig, in Zukunft kommt noch mehr!"

Fazit: Für Romain Grosjean war es eine sehr eindeutig zweigeteilte Saison. Nach einer katastrophalen ersten Hälfte ließ sich sogar die F1-Tauglichkeit des Franzosen einmal mehr hinterfragen. Noch dazu war abseits der groben Schnitzer plötzlich auch noch der weniger hoch eingeschätzte Magnussen klar schneller. Dennoch verlängerte Haas den Vertrag mit Grosjean. Der dankte es mit einer klaren Leistungssteigerung. Seit Hockenheim hat wieder der Franzose die Haas-Hosen an. Also: Flop zum Start und Top zum Ende machen unter dem Strich eine durchschnittliche Saison. Das passt zu Grosjeans Ergebnis in der Jahreswertung des Fahrerrankings:

Platzierung im Motorsport-Magazin.com-Fahrerranking

MSM-Redaktion: 14

User: 12

Gesamt: 12


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