Formel 1

Formel-1-Zeugnis: Esteban Ocons Saison-Fazit 2018

Esteban Ocon machte 2018 gegen Teamkollege Sergio Perez eine gute Figur. Das Jahr endete für den Mercedes-Junior trotzdem mit einem Eklat und dem F1-Aus.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Die Formel-1-Saison 2018 ist Geschichte. Es war ein Jahr voller Highlights, spannender Kämpfe und prickelnder Teamduelle. Zum Jahresabschluss nimmt Motorsport-Magazin.com alle Fahrer der abgelaufenen Saison unter die Lupe. Jeden Tag arbeiten wir uns in unserem Adventskalender in der WM-Tabelle einen Platz vor. Heute in der Zeugniskonferenz: Esteban Ocon.

Steckbrief Esteban Ocon

Karriere 2018
GP-Starts 50 21
Siege 0 0
Bestes Rennergebnis 5 6
Podien 0 0
Ø Rennplatzierung 10.3 9.81
Ausfälle 6 5
Schnellste Runden 0 0
Poles 0 0
Bestes Quali-Ergebnis 3 3
Ø Position im Qualifying 11.7 9.9
Punkte 136 49

Die Qualifying-Performance 2018: In seiner zweiten vollen Saison machte Ocon vor allem am Samstag noch einmal einen deutlichen Schritt. Schon 2017 hatte sich dieser Trend in der zweiten Saisonhälfte abgezeichnet. Nachdem Sergio Perez ihn zu Beginn der gemeinsamen Force-India-Zeit noch regelrecht dominiert hatte, ließ der Mercedes-Junior ihn immer häufiger hinter sich.

2018 entschied Ocon das teaminterne Duell mit 16:5 mehr als deutlich für sich. Der Franzose brillierte vor allem in Spa-Francorchamps. Als Dritter feierte er auf der Ardennenachterbahn das mit Abstand beste Qualifying seiner Karriere. Zwischen ihm und Perez war es unter dem Strich aber dennoch denkbar knapp. Im Schnitt trennten beide lediglich acht Hundertstel.

Die Renn-Performance 2018: Im Rennen gelang es Ocon nicht, den im Qualifying gezeigten Aufwärtstrend zu zeigen. Das Duell am Sonntag verlor er gegen Perez mit 10:9. Während der Mexikaner in Baku mit Platz drei abermals ein überraschendes Podiumsresultat feierte, war bei Ocon Platz sechs das höchste der Gefühle. In der Gesamtwertung landete er 13 Punkte hinter dem Teamkollegen.

In der zweiten Saisonhälfte war Force India deutlich stärker aufgelegt, in der finalen Phase war Ocon dann aber die Frustration angesichts des drohenden Formel-1-Aus deutlich anzumerken. Seine Performance in Mexiko bezeichnete er selbst als die schlechteste seiner Karriere, zwei Wochen später schoss er in Brasilien überrundet den in Führung liegenden Max Verstappen ab.

Das sagt Esteban Ocon selbst: "Ich bin dankbar für die Unterstützung, die ich von den Fans, den Menschen im Sport und natürlich innerhalb des Teams erfahren habe. Ich werde nächstes Jahr definitiv im F1-Paddock sein und versuchen, so viele Kilometer wie möglich mit einem Formel-1-Auto zu absolvieren. Mercedes und ich sehen gute Chancen für mich, 2020 zurückzukommen."

Fazit: Ocon zeigte bei Force India weiter eine ordentliche Lernkurve. Im Qualifying drehte er das Kräfteverhältnis gegenüber dem Vorjahr komplett, womit er sein Soll in dieser Disziplin zweifelsohne erfüllt hat. Obwohl man dabei nicht vergessen darf, dass Perez nicht gerade als Hotlap-Künstler bekannt ist. Die Stärke des Mexikaners ist das Rennen, und hier offenbarte sich auch 2018, dass bei Ocon noch reichlich Luft nach oben ist.

Platzierung im Motorsport-Magazin.com-Fahrerranking

MSM-Redaktion: 11

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