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Formel 1, Fahrerranking England: Vettel holt absolute Mehrheit

Thriller beim Großbritannien GP 2018: Kurz vor Schluss kämpfen alle vier Ferrari- und Mercedes-Piloten um den Sieg. Im Fahrerranking aber dominiert Vettel.

Motorsport-Magazin.com - Die Formel 1 ist um den nächsten Knaller der Formel-1-Saison 2018 reicher. Schon zuletzt in Österreich ging es dramatisch zu, der Großbritannien GP in Silverstone jedoch sprengte das noch einmal um Längen. Noch kurz vor Rennende kämpften gleich alle vier Top-Piloten von Mercedes und Ferrari - Sebastian Vettel, Lewis Hamilton, Kimi Räikkönen und Valtteri Bottas - um den Sieg.

Formel 1 2018: Großbritannien Grand Prix Analyse: (53:45 Min.)

Ein so enges Finish mit allen Topstars noch kurz vor Schluss. Vier Fahrer in der Spitze innerhalb von zeitweise 1,4 Sekunden. Daran erinnerten sich nur noch die Altvorderen im Paddock und Media Center. Doch so knapp Sebastian Vettel am Ende seinen vierten Saisonsieg ins Ziel rettete, so klar dominiert er dafür das Fahrerranking.

In der Userwertung räumt Vettel sogar den gemeinsam mit Kanada bis dato deutlichsten Sieg der gesamten Saison ab, vereint mehr als 60 Prozent aller Stimmen. Am Gesamtsieg des Ferrari-Stars ändert so auch die Bewertung der Crew von Motorsport-Magazin.com auch nichts - wobei die den Deutschen auch kein Stück herunterziehen würde.

Vettels Beißerqualitäten mit dem Nacken der Nation bringen ihm also Anerkennung von allen Seiten. Und wer ist Erster unter allen abgeschlagenen Verfolgern? Und wer enttäuschte komplett? Hier das MSM- und User-Urteil zu allen 20 F1-Piloten - samt der krassesten Härtefälle.

Fahrer-Ranking Silverstone 2018: Die MSM-Bewertungen

Pos. Florian Becker Christian Menath Jonas Fehling
1 Vettel Vettel Vettel
2 Hamilton Hamilton Hamilton
3 Verstappen Verstappen Leclerc
4 Bottas Leclerc Hülkenberg
5 Hülkenberg Hülkenberg Ocon
6 Leclerc Ocon Verstappen
7 Alonso Alonso Alonso
8 Magnussen Magnussen Magnussen
9 Ocon Gasly Bottas
10 Ricciardo Bottas Räikkönen
11 Räikkönen Hartley Gasly
12 Gasly Stroll Ricciardo
13 Perez Sirotkin Perez
14 Vandoorne Ricciardo Hartley
15 Hartley Räikkönen Stroll
16 Sainz Perez Sirotkin
17 Ericsson Sainz Vandoorne
18 Stroll Vandoorne Ericsson
19 Sirotkin Ericsson Sainz
20 Grosjean Grosjean Grosjean

F1-Fahrer-Ranking Großbritannien: Härtefälle der Redaktion

Christian Menath

Positiver Härtefall: Sebastian Vettel
Ein enger Kampf zwischen Vettel und Hamilton. Hamilton war vom reinen Speed her der schnellere, verpatzte sich das Rennen aber mit einem schlechten Start. Dadurch kam er überhaupt in Räikkönens Regionen. Vettel hingegen zeigte trotz Nackenproblemen eine fehlerfreie Meisterleistung. Das Überholmanöver gegen Bottas war die Schaumkrone auf dem Tüpfelchen auf dem i.

Negativer Härtefall: Kimi RäikkönenIm Qualifying konnte mich der Iceman noch einigermaßen positive überraschen. Trotzdem lag er hinter Vettel, der mit starken Nackenschmerzen fuhr. Im Rennen dann die übermotivierte Aktion gegen Hamilton mit Ansage. Da hat nicht nur eine Kleinigkeit wie bei Vettel in Frankreich gefehlt, das war weit verfehlt. Anschließend tat er sich gegen Verstappen im unterlegenen Red Bull schwer. Sorry Kimi, das war nichts.

Florian Becker

Positiver Härtefall: Nico Hülkenberg
Der Hulk ist zurück im Geschäft. Nach einigen phänomenalen Performances in den ersten Saisonrennen war Nico Hülkenberg in Frankreich und Österreich zuletzt auf dem absteigenden Ast. Auch, weil der Renault R.S.18 an Pace und Zuverlässigkeit eingebüßt hatte. Silverstone schien sich zunächst nahtlos an diese Negativserie anzugliedern, doch Hülkenberg riss das Ruder für sein Team am Sonntag im Alleingang herum. Während Sainz sich von seinem Q1-Aus nicht erholte und im Rennen mit Grosjean crashte, setzte Hülkenberg die mutige Reifenstrategie seines Teams perfekt um und holte Platz sechs. In der Gesamtwertung ist er als Siebter wieder die Nummer eins hinter den Top-Teams.

Negativer Härtefall: Romain Grosjean
Da war er wieder: Der Romain Grosjean, an den wir uns in der Saison 2018 schon so gewöhnt hatten. Nach seiner Glanzleistung von Spielberg schoss der Franzose in Silverstone wieder einen Bock nach dem anderen. Im Training war er es, der in Kurve eins für den befürchteten Abflug in der heiklen DRS-Zone sorgte. Trotz dieses Fauxpas hatte Haas als klare vierte Kraft wieder beste Aussichten, im Rennen mit beiden Autos fette Punkte zu holen. Grosjean wusste das jedoch zu verhindern, indem er Teamkollege Magnussen in der dritten Kurve des Rennens in die Seite rasselte. Während der Däne als Neunter noch Punkte rettete, beendete Grosjean sein Rennen nach einer weiteren Kollision mit Sainz stilsicher in der Streckenbegrenzung.

Jonas Fehling

Positiver Härtefall: Lewis Hamilton
Der Weltmeister? Für mich auch der Großbritannien-Meister. Statistisch sowieso schon. Doch hätte Hamilton in Silverstone ganz klar Sieg Nummer sechs verdient gehabt. Der Brite war bei seinem Heim Grand Prix das gesamte Wochenende über der schnellste Mann. Während Bottas im Qualifying klar an den Ferrari scheiterte, düpierte der Local Hero diese mustergültig mit Hammertime. Im Rennen eine unfassbare Aufholjagd nach dem völlig unverschuldeten Startunfall. Nur aus der Box selbst war Hamilton etwas zäh gekommen. Doch der Crash war entscheidender. Wäre der nicht gewesen hätte selbst Sebastian Vettel wohl kaum einen Stich gegen den Silverstone-Spezialisten gesetzt.

Negativer Härtefall: Marcus Ericsson
Einmal mehr im Qualifying von Teamkollege Charles Leclerc klar Schachmatt gesetzt, im Rennen dann nach dessen Ausfall die Chance, dieses Mal immerhin noch selbst die Kohlen für Sauber aus dem Feuer zu holen, in der Mauer versenkt. Das war eine alles andere als starke Performance des Schweden. Der Q2-Einzug Ericssons ist inzwischen auch nicht mehr lobend zu erwähnen. Das ist schlicht neuer Sauber-Standard. Obwohl: Leclerc hebt diesen gar auf Q3-Level. Nur ein Lob gebührt Ericssons: Durch das Safety Car wegen seines Abflugs hat er uns ein episches Finale beschert.

Formel 1, Fahrer-Ranking Silverstone: Gesamtergebnis User & MSM

Pos. Fahrer MSM-Rang User-Rang Gesamt
1 Vettel 1 1 1
2 Hamilton 2 2 2
3 Hülkenberg 4,7 4 4,35
4 Verstappen 4 5 4,5
5 Leclerc 4,3 7 5,65
6 Alonso 7 6 6,5
7 Räikkönen 12 3 7,5
8 Bottas 7,7 8 7,85
9 Magnussen 8 9 8,5
10 Ocon 6,7 12 9,35
11 Ricciardo 12 10 11
12 Hartley 13,3 11 12,15
13 Gasly 10,7 15 12,85
14 Sirotkin 16 13 14,5
15 Stroll 15 16 15,5
16 Perez 14 18 16
17 Grosjean 20 14 17
18 Ericsson 18 17 17,5
19 Vandoorne 16,3 19 17,65
20 Sainz 17,3 20 18,65

So funktioniert das MSM-Fahrerranking: Unmittelbar nach jedem Rennen schalten wir per News und in unserem News- und Live-Ticker zum Renntag unsere Umfrage nach dem Fahrer des Wochenendes (immerhin kann man sich das Rennen bereits am Freitag oder Samstag durch Strafen oder schlechtes Qualifying verderben) online. Bis zum nächsten Morgen könnt ihr dann für euren Favoriten abstimmen. Daraus ergibt sich eure User-Wertung.

Parallel bewertet unser F1-Kernteam um Christian Menath, Florian Becker und Jonas Fehling die Leistungen aller 20 Fahrer. Jeder von uns erstellt sein persönliches Ranking. Aus diesen drei Ranglisten bilden wir den Mittelwert. Damit steht das MSM-Ergebnis. Dieses wird dann im Verhältnis 1:1 der User-Bewertung gegenüber gestellt - dieser Mittelwert ergibt das Gesamtergebnis. Bei Gleichstand entscheidet das bessere Einzelergebnis.

Noch dazu liefern wir euch unsere allgemeine Einschätzung zu unseren Rankings und jeder seine persönlichen Härtefälle - im positiven und negativen Sinn. Diese müssen sich nicht zwingend mit dem Ersten und Letzten der persönlichen Bewertung decken, sondern können auch Fälle betonen, die uns sonst noch besonders aufgefallen sind. Doppelnennungen sind nicht erlaubt. So wollen wir mehr Vielfalt und Abwechslung abbilden.

Formel 1 2018: Großbritannien Grand Prix Analyse: (53:45 Min.)


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