Formel 1

Formel 1 verrückt: Kanada GP wegen Supermodel 2 Runden kürzer

Weil die Zielflagge beim Kanada GP 2018 zu früh geschwenkt wurde, wird das Rennergebnis korrigiert. Supermodel Winnie Harlow mit Fehler.
von Christian Menath
Formel 1 Kanada 2018: So kam es zum Zielflaggen-Chaos: (07:53 Min.)

Die Formel 1 schreibt immer wieder kuriose Geschichten. So langweilig der Kanada GP 2018 auch gewesen sein mag, unmittelbar vor dem Ende des Rennens gab es eine äußerst kuriose Szene: Als Sebastian Vettel als Führender in die letzte Rennrunde einbog, wurde plötzlich die Zielflagge geschwenkt.

Das kanadische Supermodel Winnie Harlow wurde die Ehre zuteil, das Rennen zu beenden. Doch Harlow, bekannt für ihre Pigmentkrankheit, war etwas übereifrig: Eine Runde zu früh schwenkte sie den Kanada GP 2018 ab. Ein Offizieller versuchte noch, das Model davon abzuhalten, kam aber zu spät.

Vettel lässt sich nicht beirren

Vettel ließ sich nicht beirren, fuhr allerdings leicht irritiert seine letzte Rennrunde. Anschließend wurde das Rennen noch einmal von Harlow abgewinkt. "Auf dem Lenkrad habe ich eine Runde, auf an der Pitwall und sehe dann die Flagge. Ich war verwirrt, auf dem TV habe ich später gesehen, dass gleichzeitig noch eingeblendet wurde 'letzte Runde' als ich über die Linie gefahren bin. Einige Marshalls haben schon die Flaggen geschwenkt und gefeiert", berichtet Vettel.

Kurios: Der Fehler hat sogar Auswirkungen auf das Ergebnis. Denn ein Rennen dauert eben nicht immer die vorgegebene Rundenzahl, sondern vom Start bis zur Zielflagge. In einem solchen Fall wird - wie bei einem Rennabbruch - die Runde vor dem vorzeitigen Rennende gewertet. Der Kanada GP 2018 ging also nur über eine Distanz von 68 statt 70 Runden.

Nicht der erste Fall in der Formel 1

Es ist nicht das erste Mal, dass es zu einem solchen Zwischenfall in der Formel 1 kommt. Schon mehrmals verpassten Prominente und auch Offizielle ihren Einsatz zur rechten Zeit. Zuletzt passierte das beim China GP 2014. Bekannt ist der Fall, als Fußballlegende Pele beim Brasilien GP zu spät zur Zielflagge griff.

Abgesehen von den Abständen hat das vorzeitige Ende beim Kanada GP aber keine wichtigen Auswirkungen. Auch in den inoffiziellen letzten beiden Runden kam es in Montreal zu keinen Überholmanövern. Einzig Daniel Ricciardo verlor so seine kurz vor Schluss erzielte schnellste Rennrunde an Max Verstappen.


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