Formel 1

Formel 1 Monaco 2018: Ricciardo Bestzeit, Verstappen mit Crash

Daniel Ricciardo holt sich im 3. Training zum Monaco GP 2018 die Bestzeit. Max Verstappen crasht und muss eine Strafversetzung fürchten.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Was für eine Generalprobe zum Qualifying für den Monaco GP 2018 für Red Bull: Daniel Ricciardo holte sich im 3. Freien Training die Bestzeit, Max Verstappen landete nur 0,001 Sekunden dahinter, crashte aber kurz vor dem Ende und muss nun eine Strafversetzung um fünf Startplätze fürchten [mehr dazu im Abschnitt Zwischenfälle].

Die Platzierungen: Mit 1:11,786 Minuten setzte Ricciardo auf den Hypersoft-Reifen einen neuen Streckenrekord. Sebastian Vettel hatte als erster Red-Bull-Verfolger auf Rang drei 0,237 Sekunden Rückstand, Ferrari-Teamkollege Kimi Räikkönen rund eine Zehntelsekunde mehr.

Lewis Hamilton beendete das 3. Training zum Monaco GP auf Rang fünf, hatte allerdings schon knapp eine halbe Sekunde Rückstand. Valtteri Bottas kam im zweiten Mercedes auf Rang sechs. Überraschend stark zeigten sich die Toro-Rosso-Piloten: Brendon Hartley wurde Siebter, Pierre Gasly Achter. Carlos Sainz und Sergey Sirotkin komplettierten die Top 10.

Stoffel Vandoorne schlug McLaren-Teamkollege Fernando Alonso deutlich. Der Belgier landete auf Rang elf, während Alonso nur 15. wurde. Dazwischen reihten sich die beiden Force-India-Piloten Esteban Ocon und Sergio Perez und Renault-Pilot Nico Hülkenberg ein.

Enttäuschend lief das Training für Haas: Romain Grosjean landete auf Rang 18 noch einen Platz vor Kevin Magnussen. Lokalmatador Charles Leclerc kam im Sauber immerhin auf Platz 17, Teamkollege Marcus Ericsson wurde Letzter. Allerdings wurde das Training durch die kurze Unterbrechung vor dem Ende etwas verzerrt.

Die Zwischenfälle: Max Verstappen crashte knapp zehn Minuten vor dem Ende der Session in der zweiten Schwimmbad-Schikane. Unmittelbar vor der Rechts-Links-Kombination ging er am langsam fahrenden Renault von Carlos Sainz vorbei und lenkte anschließend einen Hauch zu früh ein.

Für Max Verstappen endete das 3. Freie Training in der Leitplanke - Foto: Sutton

Verstappen erwischte mit dem rechten Vorderrad die innere Leitplanke, die Spurstange brach dabei. Für den Niederländer ging es anschließend unkontrolliert geradeaus über den hohen Kerb, der ihn aushebelte und in die Leitplanke warf. Verstappen schlug erst mit der vorderen rechten Aufhängung ein, anschließend mit der rechten Hinterachse.

Monaco-typisch konnte der havarierte Red Bull besonders schnell geborgen werden. Deshalb konnte die Session vier Minuten vor dem Ende noch einmal gestartet werden.

Valtteri Bottas sorgte zu Beginn der Session für einen kleinen Schreckmoment. Der Mercedes-Pilot musste am Ausgang von Kurve eins in den Notausgang und wollte den Silberpfeil - noch gar nicht zum Stand gekommen - sofort wieder umdrehen. Der wilde Wendeversuch ging allerdings schief, Bottas schlug mit dem Heck in die Barriere ein. Der Finne musste zurück an die Box, um den Heckflügel zu wechseln.

Carlos Sainz nahm sich später nach einem heftigen Verbremser in Kurve eins mehr Zeit, um seinen Renault zu wenden. Doch auch bei ihm klappte die 180-Grad-Wende nicht, fast wäre er mit der Nase eingeschlagen, kam aber gerade noch rechtzeitig zum Stehen. Er musste den Rückwärtsgang bemühen, um zurück auf die Strecke zu kommen.

Lance Stroll entschied sich später gleich direkt für den Rückwärtsgang. Auch Romain Grosjean, der sich in Mirabeau verbremste, kam so zurück auf die Strecke.

Die Technik: Abgesehen von den Monaco-Spezifikationen gibt es bei Ferrari und Red Bull Neuigkeiten von der Motorenfront. Bei Max Verstappen wurde vor dem 3. Training ein neuer Turbolader eingebaut, es ist der zweite aus seinem Kontingent, das für die Saison drei Elemente umfasst. Möglicherweise wird damit ein Motor-Upgrade beeinträchtig. Kimi Räikkönen erhielt die zweite und damit letzte Steuereinheit.

Das Wetter: Kaiserwetter im Fürstentum. Nachdem am Trainingstag noch Wolken in den Bergen hingen, zeigt sich Monaco am Samstag sonnig und mit strahlend blauem Himmel. Bei 25 Grad Lufttemperatur erhitzte sich der Asphalt bis auf 45 Grad Celsius.


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