Formel 1

Formel 1: Ab 2019 wohl nur noch drei Reifenmischungen

In der Formel-1-Saison 2018 gibt es acht verschiedene Reifenmischungen. Zu viel für den Fan, finden F1 und FIA. Deshalb soll das System vereinfacht werden.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - 2018 führte Formel-1-Reifenausrüster Pirelli zwei zusätzliche Reifenmischungen ein. Hypersoft und Superhard runden das Angebot auf beiden Seiten der Skala ab. Während der Superhard nur eine Notlösung ist, sollten sich die anderen Mischungen in der Saison nicht bewähren, ist der Hypersoft ein spezieller Reifen für Stadtkurse. Wenig verwunderlich, dass er seine Premiere an diesem Wochenende beim Monaco GP feiert.

Durch die beiden neuen Reifenmischungen ist das Pirelli-Sortiment inzwischen auf sieben verschiedene Trockenreifen-Mischungen angewachsen. Dazu kommen noch zwei verschiedene Intermediates und zwei verschiedene Regenreifen. Für die Hardcorde-Fans eine tolle Sache, weil sie zwischen den Rennwochenenden gute Vergleiche aufstellen können.

Für den durchschnittlichen Zuschauer am TV aber zu kompliziert. Deshalb baten FIA und der Kommerzielle Rechteinhaber Liberty Media Pirelli darum, das System für die Formel-1-Saison 2019 zu vereinfachen. Weil an jedem Rennwochenende ohnehin nur drei Mischungen zum Einsatz kommen, soll es in Zukunft für den Zuschauer nur noch Soft, Medium und Hard geben.

Die Betonung liegt auf 'für den Zuschauer'. Denn technisch soll das Sortiment unverändert bleiben. Lediglich die Bezeichnungen sollen sich ändern. Die weichste Mischung, die an einem Wochenende zum Einsatz kommt, wird demnach Soft heißen, die mittlere Medium und die härteste analog dazu Hard.

In Monaco wäre der Hypersoft-Reifen demnach also der Soft, der Ultrasoft der Medium und der Supersoft der Hard. Gleichzeitig würde Pirelli aber auch weiterhin die tatsächlichen Mischungen kommunizieren, will eine zusätzliche Bezeichnungsebene einführen. Hypersoft könnte demnach Reifen A, Supersoft Reifen B und so weiter sein.

Pirelli prüft Vorschlag von FIA und Formel 1

Pirelli will die Bitte von FIA und Formel 1 prüfen. Denn logistisch könnte es für die Italiener durch das vorgeschlagene System schwieriger werden. Alle Reifen, die an einem Wochenende zum Einsatz kommen, sollen aus einer Charge stammen, damit es keine Unterschiede gibt.

Während die Reifen aktuell mit den entsprechenden Farben bedruckt werden können, sobald sie fertig gebacken sind, müsste man dann mit dem Aufdruck warten, bis die Reifenmischungen für ein Rennwochenende feststehen.


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