Formel 1

Formel 1 Monaco 2018, Ericsson: Endlich konkurrenzfähiges Auto

Marcus Ericsson erwartet in den Straßen Monacos das erste Rennwochenende mit einem konkurrenzfähigen Auto. Charles Leclerc sieht das anders.
von Manuel Schulz

Motorsport-Magazin.com - Sauber scheint sich endlich erholt zu haben. Nach einem Saisonstart am Ende des Feldes nähert sich das Schweizer Team dem Mittelfeld an und konnte durch Charles Leclerc in den vergangenen beiden Rennen sogar punkten. Marcus Ericsson erwartet in Monaco noch einmal deutlich nachlegen zu können.

Die zwei Punkterennen im Rücken machen dem Sauber-Piloten Mut. "Es ist ein schönes Gefühl mit einem Auto nach Monaco zu kommen, mit dem wir um Punkte kämpfen können", sagte er. "Ich war sonst immer in einem der schlechtesten Autos im Feld unterwegs und habe nur versucht zu überleben und mich wie im Auto wohl gefühlt."

Dagegen ist der aktuelle Sauber eine wahre Wohltat, auch wenn es die letzten beiden Rennen nicht gut lief. "Auf meiner Seite der Garage wollen wir nach den Problemen in Baku und Barcelona jetzt erstmal ein sauberes Wochenende haben. Mit genug Runden können wir dann auch ein gutes Rennen abliefern."

Wo die Stärken des Autos liegen, das weiß der Schwede ganz genau: "In langsamen Kurven scheinen wir konkurrenzfähig zur direkten Konkurrenz zu sein. In Barcelona haben wir noch ein paar neue Teile getestet, die wir hierher mitbringen und insgesamt fühlt es sich an, als würden wir uns mit jeder Fahrt verbessern."

In Barcelona war der dritte Sektor, der mit den langsamen Kurven, die Stärke des Sauber-Teams. "Ich habe schon die gesamte Saison gesagt, dass der mechanische Grip des Autos gut ist", betonte Ericsson. "Ich bin daher gespannt, was wir hier für ein Ergebnis erzielen können."

Leclerc versteht Erwartungshaltung nicht

Charles Leclerc ist jedoch ganz anderer Meinung als sein Teamkollege. "Ich bin gerade etwas verwirrt, was die Erwartungshaltung anbelangt", sagte der Monegasse vor seinem Heimrennen. Die Probleme in Barcelona sieht er zwar wie Ericsson, doch gerade weil Monaco ebenso eine Strecke ist, auf der mit viel Abtrieb gefahren wird, erwartet er im Fürstentum die gleichen Problem.

"Hier ist es jetzt wieder eine High-Downforce-Strecke und das ist unsere kleine Schwäche", erklärte Leclerc. Da allerdings das Q2 in Spanien auch überraschend kam, hofft er auch auf dem Straßenkurs auf eine ebenso gute Leistung. "Ich hoffe, dass wir es hier wieder herumdrehen können."


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