Formel 1

Formel 1 - Kimi Räikkönen kritisiert Ferrari: Patzer kein Pech

Ferrari brachte Kimi Räikkönen beim F1-Rennen in Bahrain durch ein Boxendrama um wertvolle WM-Punkte. Einfach Pech oder Schlamperei? Kimi-Klartext in China.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Kimi Räikkönen klebt 2018 das Pech offenbar mal wieder wie Superkleber unter dem Gasfuß. Beim Formel-1-Start in Australien belegte der Down Under schnellere Ferrari-Pilot durch ein unglückliches VSC nur Platz drei - hinter Sieger Sebastian Vettel und Lewis Hamilton. In Bahrain schied der Finne durch das Drama bei seinem zweiten Boxenstopp sogar aus.

Beim dritten Saisonlauf der F1 2018, dem China GP in Shanghai, hofft Räikkönen am bevorstehenden Wochenende nun auf Besserung. Auf das erste saubere F1-Rennen dieser Saison. Um endlich einmal seine bis dato gegenüber 2017 deutlich bessere Pace im neuen Ferrari auch umsetzten in echte Big Points ummünzen zu können.

Räikkönen hofft jetzt auf F1-Rennen in China

"Es ist etwas schwierig zu sagen, wo wir stehen werden. Denn die ersten beiden Rennen waren dann doch sehr verschiedenen und hier ist es wieder ein ganz anderer Kurs. Es ist aber schwer vorstellbar, dass es hier plötzlich ganz anders laufen wird als in den beiden ersten Rennen", sagt Räikkönen hoffnungsvoll, dass zumindest die Pace einmal mehr passt.

Formel 1 2018: Brennpunkte vor dem China GP: (06:23 Min.)

Doch Performance von Fahrer und Rennbolide allein sind nicht alles, auch das Team dahinter muss abliefern. Genau daran sei es in Bahrain jedoch gescheitert, kritisiert Räikkönen. Der verpatzte Pitstop, bei dem sich noch dazu ein Mechaniker das Bein brach, sei dem Formel-1-Routinier zufolge nämlich alles andere als nur auf Unglück zurückzuführen gewesen.

Kimi Räikkönen: Ferrari-Boxenstopp war kein Pech

"Ich weiß nicht, ob es mit Pech zu tun hat. Ich denke nicht, dass es unbedingt etwas mit Glück und so zu tun hat, ehrlich gesagt. Vielleicht mit dem Safety Car, okay. Das kann dich mal besser treffen und mal nicht", vergleicht Räikkönen mit dem Problem in Melbourne. "Aber wir hatten im letzten Rennen ganz klar ein Problem, das uns das Rennen nicht hat beenden lassen und ich denke nicht, dass das etwas mit Pech oder Glück zu tun hatte. Das sind einfach Dinge, die wir verbessern müssen, fordert Räikkönen.

Für die Verhältnisse des Finnen ziemlicher Klartext gegenüber Ferrari. "Es ist enttäuschend, so etwas schon so früh in der Saison zu erleben und so schlechte Ergebnisse zu haben", legt Räikkönen nach - aus eigener Erfahrung wohl wissend, was, gerade bei Ferrari, ein zu diesem frühen Zeitpunkt in der Formel-1-Saison solider Punkterückstand auf den Teamkollegen schon bedeuten kann.

Räikkönen: Als Fahrer hast du nur die Ampel

Damit hat sich die Sache für Räikkönen dann aber auch erledigt. "Klar, im Rückblick hättest du viele Dinge anders machen können. Aber jetzt ist passiert, was passiert ist. Wir haben den Preis dafür gezahlt. Hoffentlich müssen wir uns nicht nochmal Sorgen um so etwas machen", sagt Räikkönen vor dem China GP der F1 in Shanghai.

Auf sicher spielen könne man beim Boxenstopp unterdessen nicht. "Natürlich versuchen wir, da [Zeit] zu gewinnen. Leider war das Endergebnis diesmal weit entfernt von ideal und es wurde auch noch einer von uns verletzt", so der Ferrari-Pilot. "Wir müssen es dieses Wochenende besser machen." Er selbst habe allerdings ohnehin nichts besser machen können. "Für mich ist der einzige Job, nach dem Licht zu schauen und mich danach zu richten", stellt Räikkönen wie schon direkt in Bahrain klar.


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