Formel 1

Formel 1, Alonso mahnt trotz P3 in der WM: McLaren zu schlecht

Fernando Alonso und Stoffel Vandoorne fuhren in Bahrain doppelte Punkte für McLaren ein. In der WM ist das Team Dritter. Zufriedenheit bleibt trotzdem aus.
von Florian Becker

Motorsport-Magazin.com - Ferrari, Mercedes, McLaren. Um die Letzteren in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft der Formel 1 in den Top-3 zu sehen, musste vor Bahrain 2018 in den Statistiken einige Jahre zurückgeblättert werden. Doch nach zwei Rennen steht der Rennstall rund um Fernando Alonso und Stoffel Vandoorne tatsächlich als dritte Kraft da - Rennglück sei Dank.

Auf dem Papier hat McLaren mit der derzeitigen Position eigentlich genau das, was es 2018 wollte. Fernando Alonso war nach dem Wochenende trotzdem nicht rundum zufrieden. "Wir haben hier unterperformt. Das darf uns nicht noch einmal passieren", mahnte der Spanier, der im Grand Prix als Siebter vor Teamkollege Stoffel Vandoorne den Zielstrich überquerte.

Die in Bahrain erreichten Positionen wären für McLaren wohl zufriedenstellend gewesen, wären die Plätze davor von den drei Top-Teams belegt worden. Mit Pierre Gasly im Toro Rosso, Kevin Magnussen im Haas und Nico Hülkenberg auf den Rängen vier, fünf und sechs verfehlte McLaren jedoch sein Ziel, hinter den großen Drei die erste Geige zu spielen.

Alonso: McLaren liefert bisher nur die Resultate ab

"Wenn ich auf das Gesamtbild des Wochenendes schaue, haben wir in jeder Session mit dem Auto gekämpft und hatten dazu ein ziemlich schlechtes Qualifying. Das Rennen am Sonntag war noch die beste Session für uns. Aber das Wochenende war insgesamt weit davon entfernt, es ideal nennen zu können. Wir waren nicht konkurrenzfähig genug", so Alonso weiter. Das Ergebnis schrieb er hauptsächlich der Teamleistung zu.

"Das Team hat einen guten Job gemacht bei den Boxenstopps, der Strategie und der Zuverlässigkeit. Angesichts dessen, wie das Wochenende hier angefangen hat, haben wir gute Punkte mitgenommen", lobte er die Arbeit von McLaren. Im Rennen half neben dieser aber auch das Pech von Red Bull und Kimi Räikkönen kräftig mit.

Formel 1 2018: So gelang Vettels zweiter Streich: (05:49 Min.)

Ohne diese Wäre die Ausbeute deutlich magerer ausgefallen. "Wir müssen definitiv besser werden und einen Schritt nach vorne machen. Im Moment sind wir nicht genug. Wir liefern zwar am Sonntag die Resultate ab. Aber wir müssen mehr Pace finden, denn dieses Resultat war ein bisschen Zufall", so der 36-Jährige weiter.

In der Anfangsphase lag Alonso kurzzeitig mit Lewis Hamilton im Clinch - Foto: Sutton

Schlechte Performance war eine Ansage an McLaren

Vor allem die Startplätze 13 und 14 waren es, die McLarens Ambitionen einen gewaltigen Schuss vor den Bug versetzten. Q3 war angepeilt, am Ende war das Team unter Berücksichtigung von Max Verstappens frühem K.o. das schwächste im Q2. "Ich denke, die Ansage ist klar", sagte Alonso, der die Qualifying-Klatsche als Denkzettel für das Team versteht.

"Es ist kein Ansage an jemanden direkt, sondern eine an uns selbst. Wir wissen, dass wir das Potential haben. Wir wissen, dass das Auto gute Eigenschaften hat, aber auch schlechte. Wir müssen sicherstellen, dass wir die schlechten Seiten so schnell wie möglich verbessern", führte der 36-Jährige aus.

Den dritten Platz in der Konstrukteurs-WM, auf dem McLaren mit 22 zu 20 Punkten vor Red Bull nach China reist, sieht Alonso angesichts der momentanen Performance seines Teams nur als Momentaufnahme. Die zehn Zähler sind laut ihm wichtig, "um in der Konstrukteurs-WM Platz vier sicherzustellen."

Alonso: China auch für McLaren ein dickes Fragezeichen

Nach den doch sehr unterschiedlichen Kräfteverhältnissen von Australien und Bahrain war sich Alonso nicht sicher, was er für China erwarten soll. "Ich denke, es ist für alle Teams ein Fragezeichen. Wir haben auf den bisherigen Strecken sehr unterschiedliche Performances gesehen, von uns, Toro Rosso und auch Haas", so der Asturier.

"Das Kräfteverhältnis ändert sich ständig. Aber es muss für uns auf jeden Fall besser laufen als in Bahrain", erklärte er. Dafür sorgen sollen wie in der Wüste auch in Shanghai abermals Updates. "Es werden neue Teile kommen, die das Auto hoffentlich verbessern. Aber was auch immer uns am Rennsonntag zur Verfügung steht, wir werden bis ans Limit pushen."


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