Formel 1

Formel 1 2018: Schönstes Auto? Leser: Ferrari enteilt Mercedes

Am meisten zählt in der Formel 1 Speed. Doch auch die Optik der F1-Boliden muss stimmen. Welches Auto gefällt den Fans 2018 am besten? Ein Voting-Ergebnis.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Nichts zählt in der Formel 1 so sehr wie der Speed - auch 2018. Die Optik eines F1-Boliden kommt immer erst an zweiter Stelle. Besser ein schnelles, aber hässliches Auto als eine rollende Schönheitsschikane. Doch warum, das Thema Halo einmal außen vor gelassen, nicht beides verbinden?

"Das Auto sieht schön aus und normalerweise steckt auch Speed drin, wenn es schön aussieht", sagte etwa Kimi Räikkönen schon bei der Präsentation des neuen Ferrari SF71H für die Formel-1-Saison 2018. Gesagt, getan: Zumindest in Sachen Bestzeiten lag der 2018 wieder ganz rote Ferrari - ohne größere weiße Zierelemente also - bei den Testfahrten schon einmal an der Spitze der Ergebnistableaus.

Ergebnis Leservoting: Formel-1-Fans küren schönstes Auto 2018

Dass es auch anders geht, zeigte ein anderes Traditionsteam. "McLaren sieht so aus wie es aussehen sollte", schrieb Lewis Hamilton nach dem Launch des MCL33 an Fernando Alonso. McLaren war zurückgekehrt zum Design der Anfänge des Teams unter Gründer Bruce McLaren, Papaya-Orange samt dunkelblauer Akzente.

Die Formel 1-Oscars 2018: (04:42 Min.)

Nicht jedem gefiel jedoch der speziell an Front- und Heckflügel auffällig blaue Farbton. Auch gute Resultate ließ McLaren daraufhin vermissen. Statt Top-Ergebnissen beim Test reihte sich Defekt an Defekt beim Team aus Woking - auch mit Renault- statt Honda-Power im Heck.

Doch gehen wir einmal weg von Performance, Pace & Co. Wie steht es mit Blick auf die reine Optik, das Design, den Look der neuen Formel-1-Boliden 2018? Motorsport-Magazin.com ließ nach Abschluss aller Präsentationen zum Start der F1-Testfahrten seine User per Voting abstimmen, welches Formel-1-Auto ihnen 2018 am besten gefällt.

Formel-1-Boliden 2018: Ferrari, Mercedes & Co im Technik-Check: (09:16 Min.)

Genau zwei Wochen später, nachdem die wichtigsten sportlichen Schlagzeilen zum Test geschrieben sind, ziehen wir nun Bilanz eines - so viel vorab - teilweise extrem erstaunlichen Voting-Ergebnisses.

Zur Abstimmung nutzten wir ein Tool, das sowohl Auf- als auch Abwertungen jedes einzelnen Boliden zulässt. Für das abschließende Gesamtranking (Stand 12.03.2018, 10 Uhr), die Top-10 der schönsten F1-Autos 2018 laut tausenden MSM-Lesern, wird somit die gerundete Differenz aus positiven und negativen Stimmen herangezogen.

Neuer Ferrari dominiert, Alfa-Sauber überrascht

Mit mehr als 2000 Up-Votes und nur gut 460 Down-Votes, also einer Differenz von 1540 positiven Stimmen, rangiert an erster Stelle der Ferrari SF71H von Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen. Der Sieg für die rote Göttin mag angesichts der unzähligen Scuderia-Anhänger wenig überraschen, doch schon auf Platz zwei sieht das anders aus.

Hier sortiert sich eines der kleinsten Teams der Formel 1 überhaupt ein: Sauber. Weil die Hinwiler 2018 mit Alfa-Romeo-Titelsponsoring fahren, was letztlich eine technische Partnerschaft mit Ferrari selbst bedeutet, macht der zweite Platz für den Sauber C37 im User Voting mit einer positiven Gesamtbilanz von rund 1010 Stimmen (1500 Up-Votes vs. 490 Down-Votes) Italien zum auch insgesamt klaren Sieger des Schönheitswettbewerbs.

Hülkenberg: Zumindest schon mal das Auto auf dem Podium

Bleibt noch ein Podestplatz übrig - und der geht, wie könnte es schöner sein, ausgerechnet an das Team von Nico Hülkenberg, Renault. 1100 positive und 540 negative Stimmen bringen dem R.S.18 eine Gesamtbilanz von 560 und damit Platz drei in der Gunst der MSM-User.

Damit liegt das Renault-Werksteam hauchdünn vor seinem ersten Kunden: McLaren. Der Traum in Papaya und Dunkelblau sammelte genauso viele Up-Votes wie Renault, doch handelte sich der MCL 50 negative Stimmen mehr ein. Somit liegt Woking mit einer Bilanz von 500 Stimmen knapp hinter Viry bzw. Enstone.

Formel 1: Top-10 schönste F1-Autos 2018 laut MSM-Usern

Position Bolide Up-Votes Down-Votes Differenz
1 Ferrari 2000 460 1540
2 Sauber 1500 490 1010
3 Renault 1100 540 560
4 McLaren 1100 600 500
5 Toro Rosso 800 700 100
6 Red Bull 610 910 -300
7 Williams 530 900 -370
8 Force India 560 980 -420
9 Haas 460 930 -470
10 Mercedes 590 1100 -510

Toro Rosso rutscht ab

Platz fünf geht an die für viele Beobachter absolute F1-Beauty-Queen des Vorjahres: Toro Rosso kommt mit 800 positiven und 700 negativen Votes auf eine gerade noch positive Gesamtbilanz. Ob hier der Abschied von der formschönen Nase zugunsten einer weiteren Knollennase ein deutlich besseres Ergebnis verhindert hat?

Gereicht hat es dennoch um das große Schwesterteam Red Bull um einen Platz zu schlagen. Der erneut mit Entenschnabel ausgestattete RB14 muss auf dem sechsten Platz bereits eine negative Bilanz hinnehmen. 900 negative Stimmen stehen 600 positiven gegenüber. Hätte ein Verbleib bei der Shakedown-Lackierung hier etwas geändert?

Williams schlägt Force India

Platz sieben geht an Williams. Der aggressive anmutende FW41 im klassischen Martini-Traditionskleid aus Grove sammelte mit 900 Down- und gut 500 Up-Votes eine leicht schlechtere Bilanz als der Rennbolide aus Milton Keynes. Allerdings gelingt Williams damit optisch, was sportlich zuletzt verwehrt blieb: ein Triumph über Force India. Der pink-weiße VJM11 sortiert sich knapp hinter Williams ein. Fast 1000 Down-Votes stehen gut 550 Up-Votes gegenüber.

Der Kampf um die rote Laterne spielt sich also ab zwischen Haas und - für den Weltmeister völlig ungewohnt - Mercedes ab. Und die Silberpfeile unterliegen hier sogar - obwohl sie das einzige verbliebene Team mit ästhetischer Nase sind. Während der Haas VF-18 auf eine negative Bilanz von 470 Stimmen kommt, liegt der Mercedes W09 mit mehr als 500 Votes im Minus, sammelte als einziger Bolide eine vierstellige Zahl an Down-Votes.

Mercedes: Wie sexy macht Erfolg wirklich?

Manchmal macht Erfolg offenbar doch nicht sexy. Allerdings dürfte damit auch die eingangs zitierte These Räikkönen ein Stück weit widerlegt sein. Wie auch immer der Silberpfeil den Fans gefällt - sportlich dürfte er den Spieß wieder (komplett) umdrehen.

Formel 1 2018: Analyse der F1-Testfahrten in Barcelona: (18:14 Min.)


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