Das Duell der McLaren-Piloten Lando Norris und Oscar Piastri zog beim Formel-1-Rennen in Österreich die Blicke auf sich. Fast ungeachtet des Führungskampfes gehörte neben den Papayas allerdings auch Ferrari zu den großen Gewinnern in Spielberg.
Charles Leclerc und Lewis Hamilton kamen auf dem Red Bull Ring auf den Plätzen drei und vier ins Ziel. Das erste Mal in dieser Saison landen beide Scuderia-Piloten unter den Top-4. Dank der Resultate stehen die Roten in der Konstrukteurswertung bei 210 Punkten. Einen Zähler vor Mercedes ist das Maranello-Team nun erster McLaren-Verfolger.
"Wir haben an diesem Wochenende gute Arbeit geleistet, das Maximum aus dem Auto herauszuholen", fasste Leclerc zusammen. Für den Monegassen ist es der dritte Podestplatz in den vergangenen vier Rennen. Allerdings kam er über 17 Sekunden hinter Piastri über den Zielstrich. Sein Fazit: "Grundsätzlich war es von Kurve 1 bis zum Schluss ein langweiliges Rennen."
Denn 62 von 70 Rennrunden fuhr Leclerc als Drittplatzierter hinter den McLaren hinterher. Nur die Boxenstopps sorgten für kurzzeitige Positionsverschiebungen. Der 27-Jährige ging von P2 ins Rennen, ließ sich allerdings bereits in Kurve 1 von Piastri auf der Außenbahn überholen. Leclerc muss zugeben: "Wenn ich ehrlich bin: Wäre ich auf dem zweiten Platz geblieben, hätte es nicht lange gedauert, bis ich später überholt worden wäre, weil sie [McLaren-Piloten; d. Red.] heute zu schnell waren."
"Ich habe eigentlich gar nicht geplant, in Kurve 1 zu überholen", sagte Leclerc und versuchte dennoch auf der Innenbahn gegen Lando Norris sein Glück. "Dann musste ich früher bremsen, Oscar hat mich außen überholt. Dort hätte ich es nicht viel besser machen können." Im folgenden monotonen Rennverlauf war Leclerc allein mit sich und seinem SF-25 beschäftigt statt mit der Verfolgungsjagd der McLaren-Piloten. "Ich war auf mich gestellt und habe einfach versucht, mit unseren paar Baustellen zurechtzukommen." Ins Detail ging er dabei nicht.

Lewis Hamilton in Österreich: "Nehmen das Positive mit"
Ähnlich monoton verlief das Spielberg-Rennen für Lewis Hamilton. Der Rekord-Weltmeister startete von Platz vier und war wie sein Teamkollege chancenlos gegen McLaren. Von hinten drohte mit George Russell auch keine Gefahr, denn der Mercedes-Pilot hatte der unliebsamen Hitze zu kämpfen. Sein Rückstand auf Hamilton betrug 33 Sekunden. Für Hamilton war das Ergebnis in Österreich erfreulich.
"Für uns ist es großartig, das zweitschnellste Team hier zu sein. Ich mache langsam Fortschritte, was wirklich positiv ist." Noch ist er aber nicht auf Augenhöhe mit seinem Teamkollegen. Zu Leclerc fehlten ihm auf dem Red Bull Ring gut neun Sekunden. Allerdings hat auch der 40-Jährige mit Baustellen zu kämpfen: "Ich hatte im Rennen Probleme mit der Balance. Ich hatte massives Untersteuern in den langsamen Kurven und massives Übersteuern in den schnellen Kurven."
Zusätzlich kämpfte er mit Bremsproblemen. "Ich musste das ganze Rennen die Bremsen managen", verriet Hamilton. Dennoch bleibt unter dem Strich: Platz zwei in der Konstrukteurswertung. Entsprechend will Hamilton nur positive Erinnerungen aus der Steiermark, die Teamchef Fred Vasseur aufgrund von persönlichen Gründen am Samstag vorzeitig verlassen musste, mitnehmen.
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