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Max Verstappen: So tickt Red Bulls Formel-1-Juwel

Max Verstappen erobert die Formel 1 im Sturm. Doch wie tickt der Red-Bull-Fahrer privat? Familie, Freundin, Ängste & Träume. Das ist der Mensch Verstappen.
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Superstar Max Verstappen. Jüngster F1-Starter, jüngster Podest-Fahrer, jüngster Sieger. Formel-1-Shootingstar Verstappen hat schon so einige Altersrekorde gebrochen. Rennen für Rennen sorgt der F1-Fahrer von Red Bull zudem für spektakuläres Racing, setzt auf der Strecke harte Manöver am absoluten Limit.

Max Verstappen beherrscht News, Instagram & Co.

Noch dazu nimmt Max Verstappen kein Blatt vor den Mund, dominiert deshalb nicht nur in den Niederlanden, seiner Heimat, die Formel-1-'Nieuws', wie die Holländer zu sagen pflegen, sondern ist so längst auch zu einem Protagonisten der internationalen Formel-1-News geworden.

Auch der Boulevard hat den Formel-1-Durchstarter längst entdeckt und durchleuchtet immer wieder gerne Max Verstappens Privatleben: Neue Freundin hier, Sprüche von Papa Jos Verstappen da und mehr.

Bei all der Aufmerksamkeit verwundert es kaum, dass Max Verstappen auch bei Instagram mit 1,2 Millionen Abonnenten schon längst zu den begehrtesten Formel-1-Fahrern zählt. Deutlich beliebter ist in den Sozialen Medien von Facebook bis Twitter einzig Lewis Hamilton - was bei dessen Lifestyle und Connections allerdings kaum überrascht.

Max Verstappen über Alter, Freundin und Familie

Doch wie tickt eigentlich der Mensch Max Verstappen? Mit Informationen dazu geizt der junge Formel-1-Star jedenfalls nicht. Verstappen plaudert gerne aus dem Nähkästchen. Motorsport-Magazin.com hat zusammengetragen, was Verstappen über Familie, Freundin, die große Liebe, Träume, Ängste, größte Erfolge und bitterste Niederlagen sagt - und welche Eigenarten er so gar nicht leiden kann.

Seine Family bedeutet Max Verstappen alles. Papa Jos ist bei so gut wie jedem GP dabei - Foto: Sutton

Einen glücklichsten Moment seines noch nicht allzu langen Lebens vermag Max Verstappen nicht zu nennen. Seinen ersten Formel-1-Sieg in Spanien 2016 hätte man vielleicht erwartet - falsch gedacht. "Du hast viele glückliche Momente. Es ist unmöglich zu sagen, welcher der glückliste überhaupt war", sagt Verstappen.

Verstappen hasste die Schule

Nur in einem Punkt ist sich Max Verstappen sicher: In seiner Kindheit lag der glücklichste Moment garantiert nicht. Max: "War es als ich zwölf war? Ich glaube nicht. Ich denke, ich bin jetzt eine glücklichere Person als ich es mit zwölf war, denn jetzt muss ich nicht mehr zu Schule gehen!" Die hat Verstappen immer gehasst. Wobei die Lehrer dem Niederländer durchaus Potential attestierten - wenn der Schul-Stoff Verstappen denn nur irgendwie interessiert hätte.

Doch viel lieber vergnügte sich der junge Max mit seinem Kart. Das sei noch heute seine Lieblingsbeschäftigung - abgesehen davon, einen Formel-1-Boliden am Limit zu bewegen natürlich. Geht es um sein bisher bestes Rennwochenende seiner Karriere, liegt für Max Verstappen ebenfalls ein Kart-Event vorne. "PFI Kart-Kurs in England, Weltmeisterschaftsrennen, 2013", sagt Verstappen.

Verstappen drückt die Schulbank: Australisch-Unterricht: (01:39 Min.)

Nicht Formel 1: Das war für Max Verstappen sein größter Erfolg

Auch hier ist es also nicht sein erster F1-Sieg, gleich im ersten Rennen für Red Bull Racing. Warum? "Ich habe mich auf Pole qualifiziert, alle sechs Heats gewonnen, das Pre-Finale und das Finale. Das war besser als alles andere. Ich war immer der Schnellste" erklärt er. Beinahe wäre ihm etwas Ähnliches auch in schon in der Formel 1 gelungen - doch die Angst seines Teams vor einem Motorschaden verdarb den perfekten Triumph.

"Es ist immer schön, wenn du einfach alles zusammen bekommst. Dasselbe habe ich in Mexiko gemacht, als ich versucht habe, sowohl die schnellsten Runden als auch den Sieg zu erzielen. Mein Renningenieur war nicht happy! Sie haben mir nicht gesagt, dass Seb die Runde geholt hat", ärgert sich Verstappen.

Max Verstappen: Das war mein schlimmstes Rennen

Und sein miesestes Rennwochenende? Verstappen: "Das war 2012, ich hatte gerade das Team gewechselt und es war einfach furchtbar. Es gab einfach keine Pace. Es war in Zuera und ich habe mich als 34. qualifiziert. Das war das Schlimmste in meinem ganzen Leben. Ich war echt geknickt. Aber ich war sicher, dass ich echt gut gefahren bin, denn für das nächste Rennen sind wir zu einem anderen Team gewechselt und ich habe mich als Zweiter qualifiziert. Gleiche Strecke, nur eine Woche später."

Noch eine für Max Verstappen schreckliche Erfahrung: ein gewisser Red-Bull-Event in der F1-Saison 2017. "Diese Durian-Frucht, die Red Bull uns in Singapur hat essen lassen. Der Geruch war einfach unglaublich. Aber es hat nach nichts geschmeckt und dich kotzen lassen. On top hat dein Atem nachher echt schlimm gestunken. Zwei Tage lang habe ich mich schrecklich gefühlt", berichtet Verstappen.

Verstappen und Ricciardo: Football-Training vor Cheerleadern: (05:00 Min.)

Was Max Verstappen hasst: Dreck & Unpünktlichkeit

Geht es ums Essen stoßen Verstappen noch andere Dinge sauer auf. "Wenn Leute im Restaurant zu lange brauchen, um zu bestellen. Es ist echt nervig, wenn im Restaurant der Ober kommt und alle bis auf einen fertig sind, der sagt 'oh, eigentlich habe ich noch gar nicht geschaut. Was soll ich nehmen?'", schildert Max. Das nerve ihn sehr.

Andere Eigenschaften, die man gemeinsam mit Max am besten nicht heraushängen lässt: "Verspätungen - wenn die Leute in Meetings zu spät auftauchen. Wenn Leute nicht ordentlich sind, wenn ihr Haus dreckig ist." Vor allem dann, wenn es so dreckig ist, dass sich gewisse Tiere wohlfühlen: Max Verstappen hasst Spinnen. Wie die Pest. Eine regelrechte Phobie habe er, was das angeht. "Ich mag einfach ihre Form nicht. Widerliche Tiere", sagt Max.

Davor hat Max Verstappen so richtig Angst

Ebenfalls nicht Max' beste Freunde: Haie. "Ich würde niemals da ins Meer gehen, wo bekannt ist, dass dort Haie sind. Falls sich jemals jemand eine Aktion für uns ausdenken sollte, bei der wir ins Meer sollen, Cage Diving mit Haien oder so etwas, dann können sie es selbst machen", stellt der Formel-1-Star klar.

Wer Max Verstappen im Urlaub treffen will braucht es an allen Stränden mit Hai-Warnungen also erst gar nicht versuchen. Doch wohl fühlt Max sich richtig wohl? "Ich habe sie noch nicht gefunden", sagt Verstappen über die Urlaubsdestination seiner Träume. "Die beste bisher war aber im letzten Sommer mit Freunden in Ibiza. Das hat viel Spaß gemacht." Oder um es mit Max Verstappens Lieblingswort zu sagen: "Einfach lovely."

Freundin? Max Verstappen glaubt an Liebe auf den ersten Blick

Lovely würde es der F1-Star auch finden, über Nacht plötzlich Singen lernen zu können. "Das wäre ziemlich cool. Oder Tanz-Moves. Eigentlich wäre beides ziemlich gut", sagt Max. Vor allem ganz sicher, um die Damenwelt zu beeindrucken. Nicht, dass ein Formel-1-Fahrer da nicht ohnehin schon gut aufgestellt wäre.

Von 2015 bis 2016 an Max Verstappens Seite: Rennfahrerin Mikaela Ahlin-Kottulinsky - Foto: Twitter/Verstappen

Die ganz große Liebe hat Max Verstappen so bisher aber noch nicht gefunden. Immer wieder gab es mal Affären, mit Rennfahrer-Kolleginnen, Models & Co. Die Richtige war bislang aber offenbar noch nicht dabei. Die könne er aber womöglich ganz schnell erkennen. Verstappen glaubt an die Liebe auf den ersten Blick. "Das kann passieren, ja", sagte er mal in einem Interview mit der Formel-1-Website.

Neben Singen hätte Verstappen aber auch nichts gegen ein anderes Talent ergänzend zu seinen Spitzen-Fähigkeiten im Formel-1-Auto. "Fliegen zu können. Eine Mischung aus Ironman und Spiderman! Dann hast du die Netze und die Jets", sagt er.

Max Verstappen: Promi-Status kann nerven

Wie das nur zu seiner Arachnophobie passt? Oder zu seinen eigentlichen Vorlieben, was Filme angeht? "Ich bin eigentlich ein Comedy-Mensch. Lachen ist mein Ding. Dumme, lustige Filme, Filme die so dumm sind, dass sie wirklich lustig sind", blödelt der Holländer. Noch mehr begeistert sich Verstappen abseits der Rennstrecke allenfalls für seine Playstation. "Die nehme ich um die ganze Welt mit, sodass ich immer FIFA zocken kann!"

Bei seinen unzähligen Reisen mit der Formel 1 muss er darauf also nicht verzichten, wohl aber auf ein echtes Zuhause. Familie und Freunde vermisse er am meisten, so Verstappen. Und so nennt er auch seine besten Freunde, wenn er sich drei beliebige Menschen - tot oder lebendig - für ein gemeinsames Abendessen aussuchen könnte.

Genau deshalb würde Verstappen für eine Zeitreise auch seine eigene Kindheit wählen - trotz seiner Aversion gegen die Schule. "Einfach, um in der Lage zu sein, noch mehr Spaß an dem zu haben, was ich damals gemacht habe - ohne irgendwelche Probleme, ohne Sorge, mit niemandem, der dir zusieht und dumme Geschichten schreibt. Einfach mit Freunden spielen und so. Da konntest du verrückte Dinge machen und du selbst sein", erklärt Verstappen.

Dauernd in der Öffentlichkeit zu stehen gefällt also auch Verstappen nicht immer. "Es ist auf die eine Art schön, dass die Leute sich für dich interessieren, aber bitte nicht die ganze Zeit. Manchmal möchtest du einfach ganz privat sein", sagt Verstappen. Überall erkannt zu werden sei das schlimmste daran, eine Berühmtheit zu sein.

So richtig auf die Palme bringt Max Verstappen das jedoch nicht. Dazu braucht es schon einen ordentlichen Rennzwischenfall. Zum Beispiel seinen laut eigener Aussage größten, weil peinlichsten Fehler, den er je gemacht habe: "In der Boxengasse zu crashen." Doch wann war Max Verstappen das letzte Mal so richtig sauer? Max: "Ich glaube, das könnte in den USA gewesen sein ..."

Max Verstappen tobt nach Strafe: Rennkommissar ist ein Idiot!: (:00 Min.)


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