Es war eine Schrecksekunde, als Ralf Schumacher gestern mit seinem Toyota in die harte SAFER-Mauer des Indianapolis Motor Speedway krachte. Sofort schossen allen Betrachtern die Erinnerungen an Ralfs heftigen High-Speed-Crash des Vorjahres durch den Kopf, welcher für den Deutschen eine lange GP-Pause nach sich zog.

Diesmal blieb Ralf zwar unverletzt, doch entschied er sich nach eingehenden Untersuchungen und Unterredungen mit den Ärzten dafür das restliche Rennwochenende zu pausieren.

"Diese Nachrichten sind natürlich sehr enttäuschend", erklärte Ralf am Samstagvormittag nach der Entscheidung von FIA-Arzt Dr. Gary Hartstein. "Ich wünsch dem Team alles Gute und ich bin zuversichtlich, dass ich in Frankreich wieder dabei sein werden.

"Mir geht es gut und ich bin zu 80% fit, aber Gary Hartstein entschloss sich gegen eine Teilnahme, da das Risiko eines weiteren Einschlags innerhalb von 48 Stunden zu groß ist", fügte Ralf hinzu. "Ich fühle mich nicht zu 100% fit und es ist eine Sicherheitsentscheidung. Die Entscheidung wurde von der FIA getroffen und es war eine harte Entscheidung."

Für den Deutschen wird Testfahrer Ricardo Zonta, der gestern einen ähnlichen Reifenschaden erlebte, im zweiten Toyota Platz nehmen. "Aufgrund der gestrigen Ereignisse ist dies keine ideale Situation für das Team und es tut mir besonders für Ralf sehr leid", erklärte der Brasilianer, der schon im Vorjahr einige Rennen für die Weiß-Roten bestritten hat. "Natürlich bin ich froh wieder im Auto zu sein, aber auf der anderen Seite ist es eine sehr schwierige Situation."

Toyota-Teamboss Tsutomu Tomita betonte derweil, dass dieser Fahrertausch nur eine "Vorsichtsmaßnahme" sei und man zuversichtlich ist, dass Ralf beim nächsten Rennen wieder dabei sein wird.