Formel 1

Toro Rosso stellt klar: Motorprobleme keine Schuld des Teams

Cyril Abiteboul deutete an, dass die Probleme bei Toro Rosso mit dem Team und nicht mit der Technik an sich zusammenhängen. Toro Rosso ist empört.
von Manuel Schulz

Motorsport-Magazin.com - Für Toro Rosso waren die letzten beiden Rennwochenenden der Formel 1 ein wahrer Horror. Ständig machten die Power-Units von Renault irgendwelche Probleme und sorgen so bei Brendon Hartley und Pierre Gasly für schlechte Startplätze aufgrund von Strafen.

Zur großen Überraschung des Teams deutete Renaults Cyril Abiteboul gegenüber Medienvertretern an, dass die Probleme mit den Power Units hauptsächlich auf das Team und der Art und Weise die die Power Unit im STR12 Chassis eingebaut ist zu tun haben. Deshalb hat sich Toro Rosso gezwungen gesehen eine Stellungnahme zu versenden, um diese Anschuldigungen zu kommentieren.

"Wir möchten klarstellen, dass alle MGU-H- und Antriebswellen-Probleme, die Toro Rosso zuletzt erlitt nicht damit zu tun haben, wie das Team arbeitet und wie die Power Unit in das Chassis integriert ist", heißt es in der Stellungnahme. In den letzten drei Rennen bekamen die Toro Rosso-Piloten zusammen immer mehr als 20 Strafplätze und auch in Brasilien stehen schon wieder einige Strafen fest, ohne dass am Samstag gefahren wurde.

Interessant ist dabei zu beobachten, dass die Probleme erst überhand nahmen. "In der Saison 2017 hat sich an der Installation der Power Unit außer eine verbesserten Kühlung nichts geändert. Seit der Sommerpause erlitt das Team jedoch zahlreiche Probleme mit den Power Units, die sich in Startplatzstrafen äußerten und das Team Punkte und Positionen in der Konstrukteurswertung kosteten", heißt es weiter.

Einen Grund für die Probleme hat das Team jedoch bereits ausgemacht. In der Stellungnahme wirft das Team Renault vor, zu wenig neue Teile zur Verfügung zu stellen: "Im Fall von Toro Rosso müssen wir während des Wochenendes konstant Teile von einer Power Unit in eine andere bauen und sind in vielen Fällen sogar gezwungen alte Spezifikationen zu benutzen."

Weiter macht das Team darauf aufmerksam, dass die Probleme nicht nur bei Toro Rosso zu finden sind. "Im vergangenen Rennen in Mexiko kamen nur zwei von sechs Fahrzeugen mit Renault-Motor ins Ziel, was die schlechte Haltbarkeit unterstreicht. Wir dürfen nicht vergessen, dass Renault selbst gegen Toro Rosso um eine Position in der Konstrukteurswertung kämpft, daher ist diese Situation, wie Abiteboul andeutet, vielleicht kein Zufall, aber es liegt sicherlich nicht am Auto von Toro Rosso", stellt das Team klar.


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