Formel 1

Formel 1 USA 2017: Ferrari & Mercedes splitten Reifen-Strategie

Beim viertletzten Rennen der Formel 1 2017, dem USA GP in Austin, Texas splitten Ferrari & Mercedes ihre Reifen-Strategien. Die Pirelli-Wahl im Überblick.
von Jonas Fehling
Formel 1 Japan 2017: Feuer unterm Dach bei Ferrari und Mercedes: (14:31 Min.)

Mercedes und Ferrari setzen beim vielleicht WM-entscheidenden 17. Saisonlauf der Formel 1 2017, dem USA GP in Austin, auf Arbeitsteilung. Während die Red-Bull-Piloten Max Verstappen und Daniel Ricciardo für das Rennwochenende auf dem Circuit of the Americas (CotA) die identen Reifen erhalten, weicht das Pirelli-Sortiment von Lewis Hamilton und Valtteri Bottas bzw. Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen voneinander ab.

Wie aus der nun von Pirelli veröffentlichten Reifenwahl aller Formel-1-Teams hervorgeht, haben sich jedoch alle drei Top-Teams für dieselbe Anzahl der in Austin wieder verfügbaren ultraweichen Mischungen ausgesprochen, starten geschlossen mit sieben Satz Ultrasofts in das USA-Wochenende. Erst bei den härteren Mischungen bestehen Unterschiede.

Beweist Hamilton in Austin erneut sein Können auf dem Soft?

So fahren Bottas, Vettel und die beiden Red-Bull-Stars Ricciardo und Verstappen mit jeweils vier Mischungen der Supersofts nach Austin, während Räikkönen einen zusätzlichen superweichen Reifensatz erhält. Dafür muss sich der Finne mit nur einer statt zwei der soften Reifenmischungen anfreunden.

Angesichts der in der Regel wenig ausgeprägten Beliebtheit der jeweils weichsten verfügbaren Mischung ist das jedoch per se kein Nachteil. Bei Hamilton dagegen schlägt das Pendel in die andere Richtung aus. Der Mercedes-Pilot, Spezialist auf Pirellis softem Reifen, erhält in Austin gleich drei Satz dieser Mischung, stattdessen nur drei Supersofts.

Williams & McLaren die Ultrasoft-Cowboys in Austin

Mehr Softs als Hamilton hat kein anderer Fahrer gewählt, einzig Saubers Pascal Wehrlein kommt zumindest auf dieselbe Wahl. Mit Blick auf das übrige Feld fällt zudem schnell ins Auge: Die Top-Teams gehen klar konservativer ins Wochenende als der Rest der Formel 1.

Einzig Sauber und Haas begnügen sich ebenfalls mit sieben ultraweichen Pirelli-Mischungen, Force India, Toro Rosso und Renault dagegen haben acht, McLaren und Williams gleich neun Satz der weichsten Pneus gewählt.

Über die Pirelli-Reifenwahl in der F1-Saison 2017: Von insgesamt 13 verfügbaren Sätzen darf jedes Team zehn frei wählen, die übrigen werden von Pirelli festgelegt und umfassen einen Satz pro Mischung, die für Qualifikation (die weichste Mischung) und Rennen (je einen Satz der beiden härteren) vorgesehen sind. Somit bestehen für die Rennställe durchaus große Freiheiten. Einzig in den ersten Saisonrennen war die Reifenwahl von Pirelli vorgegeben worden. Hintergrund waren die völlig neuen Konstruktionen im Vergleich zur Vorsaison.


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