Formel 1

Formel 1 2017, Singapur: Heißer Dreikampf im 3. Training

Enge Kiste im 3. Training in Singapur: Red Bull, Ferrari und Mercedes lagen innerhalb von eineinhalb Zehnteln. Die Überraschung des Tages war McLaren.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Zweiter Formel-1-Tag beim Großen Preis von Singapur 2017 auf dem Marina Bay Street Circuit. Nachdem im Freitagstraining Red Bull Racing mit Daniel Ricciardo die Pace vorgab, machten sich im 3. Freien Training Mercedes und Ferrari daran, Boden vor dem Qualifying (heute ab 15:00 Uhr live auf RTL, Sky Sport und im Motorsport-Magazin.com Live-Ticker) auf die roten Stiere gutzumachen. Die Bestzeit ging dennoch an Red Bull - diesmal in Person von Max Verstappen.

Knapper Dreikampf zwischen Verstappen, Vettel und Hamilton

Die Platzierungen: In 1:41.829 Minuten setzte sich Verstappen an die Spitze der Zeitenliste des 3. Trainings. Dabei setzte sich der Niederländer nur knapp gegen den WM-Zweiten Sebastian Vettel durch. Der Ferrari-Star war nur 0,072 Sekunden langsamer als Verstappen. Lewis Hamilton reihte sich direkt dahinter mit knapp anderthalb Zehnteln Rückstand auf dem dritten Platz ein.

Die große Überraschung des Trainings waren die McLaren-Honda: Fernando Alonso und Stoffel Vandoorne fuhren auf die Plätze vier und fünf. Sie hatten fünfeinhalb respektive sechs Zehntel Rückstand auf die Bestzeit von Verstappen. Und das am Tag nachdem die Trennung von Motorenpartner Honda offiziell geworden ist. Auf dem winkligen Stadtkurs in Singapur kommt es allerdings weniger auf die reine Power und viel mehr auf den Abtrieb des Chassis an. Dieser scheint, wie von McLaren oft und lange behauptet, alles andere als schlecht zu sein.

Daniel Ricciardo konnte seine Zeit nach einem Mauerkuss in der Schlussphase nicht mehr steigern. Er landete vor Nico Hülkenberg, Valtteri Bottas und Kimi Räikkönen auf Platz sechs. Sergio Perez rundete die Top-10 der Session ab. Pascal Wehrlein belegte den 19. Platz vor seinem Sauber-Teamkollegen Marcus Ericsson.

Unfall von Marcus Ericsson

Die Zwischenfälle: Während die Mauern des kniffligen Stadtkurses in Singapur - absehen von leichteren Mauerstreichlern und Küsschen - am Freitag noch keine Opfer forderten, gab es Samstag den ersten echten Crash: Marcus Ericsson verlor das Heck seines Sauber und krachte in Kurve 19 rückwärts gegen die Wand. Dabei beschädigte er den Heckflügel und die Heckpartie des Autos, das er langsam zurück an die Box schleppte. Carlos Sainz konnte ihm gerade noch so ausweichen. Die Säuberung der Strecke sorgte unterdessen für die erste rote Flagge des Tages.

In der Schlussphase kam Daniel Ricciardo mit seinem Red Bull der Mauer zu nah und beschädigte sich dabei sein Auto. Nur wenige Minuten darauf klagte auch Bestzeithalter Verstappen über Probleme: sein Auto schaltete die Gänge von selbst. Das Team riet ihm, den Wagen langsam an die Box zurückzubringen. Ein Getriebeproblem und erst recht ein damit einhergehender Wechsel samt Strafe käme für Verstappen und Red Bull im ungünstigsten Moment, schließlich haben sie in Singapur endlich aus eigener Kraft eine Siegchance. Es gab jedoch schnell Entwarnung: Verstappen ging in den Schlussminuten noch einmal raus und hatte keine Probleme zu vermelden.


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