Formel 1 - Reifen Spa: Mercedes und Ferrari wählen ähnlich

Red Bull mit aggressivster Strategie

Pirelli hat die Reifenwahl der F1-Teams für den Belgien GP veröffentlicht. Dabei entschieden sich Ferrari und Mercedes sehr ähnlich.
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Motorsport-Magazin.com - In Spa-Francorchamps werden die Reifen einer hohen Belastung ausgesetzt. Dennoch entschied sich Pirelli dafür, die drei weichsten Mischungen zur Ardennenachterbahn zu bringen. Beim Belgien GP stehen daher für die Teams die Soft, Super und Ultrasoft-Pneus zur Verfügung.

Von den insgesamt 13 verfügbaren Sätzen durfte jedes Team wie immer zehn frei auswählen, die übrigen drei wurden von Pirelli festgelegt und umfassen einen Satz pro Mischung, die für die Qualifikation (Ultrasoft) und das Rennen (ein Satz von Supersoft oder Soft) genutzt werden müssen. Große Freiheiten also für die Rennställe. Für Spa haben die Teams wieder teils deutlich unterschiedliche Herangehensweisen.

Mercedes wählte, wie auch Force India und Haas sechs Sätze der Ultrasoft-Reifen. Von den drei Top-Teams ist das die konservativste Wahl, doch Ferrari hat auch nur einen Satz der weichsten Mischung mehr. Mercedes splittet bei der Strategie mit dem zusätzlichen Reifensatz dann. Lewis Hamilton bekommt einen Satz der Soft-Pneus mehr, Valtteri Bottas einen Satz der mittleren Mischung (Supersoft).

Red Bull mit aggressivster Wahl

Red Bull hingegen geht deutlich aggressiver an die Sache heran und bestellte bei der härtesten Mischung (Soft) nur den Pflichtsatz, ebenso wie Williams. Bei der weichsten Mischung (Ultrasoft) schlug das Team aus Milton Keynes dafür richtig zu mit gleich neun Sätzen für beide Piloten. Nur McLaren bestellte für das zwölfte Saisonrennen ebenso viele Ultrasoft-Reifen.

Williams ging bei der Bestellung nicht ganz so aggressiv vor. Vier zusätzliche Reifensätze bestellte das Traditionsteam von den Supersoft. Damit bleiben noch aber immer noch sechs zusätzliche Sätze, also insgesamt sieben, des Ultrasoft. Neben Mercedes splitten auch McLaren, Haas und Sauber ihre Strategien. Dieser Unterschied gleicht sich aber üblicherweise bereits am Freitag aus, da nach den Trainings bereits Reifensätze zurückgegeben werden müssen.

Medium mehr als nur Pflichtreifen

Anders als bei den letzten Rennen bestellten die Teams deutlich mehr Sätze der härtesten nominierten Mischung. Das hängt aber auch mit der sehr aggressiven Reifenwahl zusammen. Für nur fünf Fahrer, Stoffel Vandoorne, Felipe Massa, Lance Stroll, Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen, wurde kein zusätzlicher Satz der Soft-Reifen bestellt. Insgesamt bringt Pirelli 26 Soft-Reifensätze mit nach Spa.


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