Formel 1

Angeblich Rückkehr zu Renault - Arrivabene verärgert über Allison-Gerüchte

James Allison vor Rückkehr zu Renault - so lauteten Spekulationen am Rande des Kanada-Rennens. Für Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene eine Respektlosigkeit.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Am Rande des Kanada Grand Prix machten Gerüchte über einen durchaus prominenten Namen die Runde. Laut englischen Medienberichten soll Renault versuchen, James Allison von Ferrari loszueisen. Der Technikchef der Scuderia solle helfen, Renault in den kommenden Jahren siegfähig zu machen, hieß es. Neben Allison, der bereits in der Vergangenheit für das Team aus Enstone tätig war, sollen die Franzosen auch andere namhafte Ingenieure angebaggert haben.

In Sachen Allison wehrte sich nun Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene gegen die Spekulationen um seinen Top-Mann. "Dazu kann ich nur sagen, dass dies absolut nicht der Wahrheit entspricht", so Arrivabene am Sonntagabend in Montreal. "James ist unser Technischer Direktor." Im September vergangenen Jahres hatte Allison seinen Vertrag in Maranello bis 2018 verlängert. Der Brite gilt als einer der wichtigsten Faktoren für den Aufschwung von Ferrari.

Im März dieses Jahres erlebte Allison jedoch einen persönlichen Rückschlag, als seine Frau verstarb und die drei Kinder hinterließ. In der Folge pendelte Allison häufiger zwischen Italien und England, um sich verstärkt um seine Familie kümmern zu können. Angesichts dieses tragischen Verlusts ärgerten Arrivabene die jüngsten Gerüchte um den langjährigen Ingenieur, der einst auch mit Michael Schumacher zusammengearbeitet hatte.

"Was er durchmachen musste, das wünsche ich niemandem", begann Arrivabene. "Wir sind bei ihm und er ist bei uns. Das ist das Wichtigste. So wie in den vergangenen Tagen über ihn berichtet wurde, betrachte ich als Respektlosigkeit. Das ist meine Meinung. Es tut mir leid, das so sagen zu müssen."

Bereits von 1999 bis 2005 war Allison bei Ferrari tätig. Danach wechselte er zu Renault und wurde stellvertretender Technischer Direktor. 2009 wurde er Chef der technischen Abteilung und führte das bald Lotus genannte Team 2012 und 2013 auf Platz vier der Konstrukteurs-WM. Noch Mitte 2013 wechselte Allison zurück zu Ferrari. Das 2015er-Auto, mit dem Sebastian Vettel Siege einfahren konnte, entstand komplett unter seiner Leitung.


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