Die FIA hat mit der Ausschreibung des sogenannten Alternativmotors begonnen, der ab 2017 eine deutlich günstigere Alternative zu den aktuellen 1,6-Liter-V6-Power-Units darstellen soll. Wie der Weltverband mitteilte, sind potenzielle Interessenten dazu aufgerufen, ihre Angebote abzugeben, um bis inklusive 2019 der exklusive Hersteller des neuen Motors zu werden.

Red Bull gilt als Verfechter des Alternativmotors -
Red Bull gilt als Verfechter des Alternativmotors -Foto: Sutton

Die Kandidaten haben in einem ersten Schritt bis zum 23. November Zeit, um eine formelle Interessensbekundung abzugeben und die technischen Spezifikationen des neuen Motors anzufordern. Im Zuge dessen wird die FIA sowohl ihre finanzielle Situation als auch die technischen Fähigkeiten unter die Lupe nehmen. Entsprechen diese den Anforderungen des Weltverbands, wird der jeweilige Interessent zum Ausschreibungsprozess zugelassen.

Aus der Mitteilung der FIA geht allerdings nicht hervor, welche Spezifikationen der neue Motor haben wird. Zuletzt war über einen 2,2-Liter-V6-Biturbo spekuliert worden, was zur Folge hätte, dass in der F1 zwei unterschiedliche Motorenformeln zum Einsatz kommen würden. Zudem wurden immer wieder die Namen Cosworth und Ilmor als mögliche Hersteller genannt, die den Alternativmotor bauen könnten.

Red Bull hofft auf Alternativmotor

Vor allem Red Bull gilt als ein ausgesprochener Verfechter des Alternativmotors, da man es Leid ist, ein Spielball der etablierten Hersteller wie Mercedes, Ferrari und Renault zu sein. "Es geht um den Sport und nicht darum, dass irgendein Hersteller seine Vorstellung mehr oder minder diktatorisch durchsetzt", erklärte Motorsport-Berater Dr. Helmut Marko kürzlich im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com.

Angst vor der Balance of Performance, die zwei unterschiedliche Motorenformeln mit sich bringen würden, hat der Österreicher nicht. "Ich glaube, das kann man mit den Simulationsmöglichkeiten, die es heute gibt, sehr gerecht hinbekommen. Es würde im Gegenteil die Spannung erhöhen, weil der eine Motor am Anfang des Rennens schneller ist und der andere am Ende. Das hat es ja immer wieder gegeben. Ich kann mich erinnern, dass wir in einer Saison mit acht und zwölf Zylindern gefahren sind. Das ist nicht so etwas Ungewöhnliches."