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Formel 1

Schumacher-Fans sauer auf Hamilton - Wochenrückblick: Mexiko-Party und Schumi-Aufregung

Motorsport-Magazin.com blickt auf die Woche der Formel 1 zurück. Für Entrüstung unter den Fans von Michael Schumacher sorgte eine Aussage von Lewis Hamilton.
von Jonas Fehling

Stimmungsgranate Mexiko GP vs. Stimmungskiller Deutschland

Volle Hütte, rappelvolle Tribünen, ausverkauftes Haus. Wahnsinnsstimmung bei der Rückkehr des Mexiko GP nach 23 Jahren! Am Wochenende strömten 335.850 Zuschauer an die Strecke. Schon der Freitag mit 90.000 Fans und der Samstag mit 111.000 waren überragend gut besucht gewesen. Noch dazu Mega-Party um Lokalmatador Sergio Perez und Stadionfeeling bei der Siegerehrung im Baseballstadion. Ein grandioser Event!

MSM TV - F1: Mega-Stimmung beim Mexiko GP: (02:48 Min.)

Sebastian Vettel geriet bei all der Glückseeligkeit ins Grübel. Warum nur gelingt das nicht in Deutschland? "Um ehrlich zu sein, ich weiß nicht, was passiert ist", sagte Vettel. "Es war mal großartig. Aber schon in den letzten Jahren war es nicht mehr so voll. Ich glaube sogar, dass ich hier mehr deutsche Flaggen gesehen habe als in Deutschland."

Schumacher-Fanklub entrüstet über Hamilton

Lewis Hamilton über Michael Schumacher: (00:09 Min.)

Lewis Hamilton sorgte in Mexiko mit einer delikaten Aussage über Rekordweltmeister Michael Schumacher für Aufregung. "Ich habe nie die Dinge getan, die Michael getan hat, um Titel zu gewinnen. Ich habe eher durch meine natürlichen Fähigkeiten gewonnen", sagte der Brite bei einem Sponsorentermin. Davon bekam der Schumacher-Fanclub-Vorsitzende Reiner Ferling Wind - und polterte laut dem Express gegen Hamilton: "Wahrscheinlich schaltet Hamilton sein Hirn nicht ein, bevor er redet. Er müsste doch wissen, was Michael geleistet hat. Jeder sollte sich an die eigene Nase fassen, und Hamilton war ja auch nicht unschuldig an der Start-Kollision mit Rosberg in Austin. Ich sage nur: Hochmut kommt vor dem Fall."

Zwei Tage später reagierte Hamilton via Instagram. Nicht mit mit Rechtfertigung seiner Wortwahl, nicht mit neuem Hochmut, sondern mit Widerspruch und Demut vor den Leistungen des Rekordweltmeisters. Motorsport-Magazin.com dokumentierte den Wortlaut des Weltmeister-Posts über seinen Vorgänger im Mercedes-Cockpit hier:

Horners Appell für unabhängige Motoren

MSM TV - F1: Danner zur Red Bull-Motorenmisere: (01:42 Min.)

Red Bull steht weiter ohne Motor für die Formel-1-Saison 2016 da. Mercedes und Ferrari haben dem ehemaligen Weltmeisterteam bereits klar abgesagt, bei Honda stellt sich McLaren-CEO Ron Dennis per Veto quer und mit dem aktuellen Partner Renault ist das Tischtuch fast bis auf den letzten Zentimeter zerschnitten. 2017 will die FIA einen neuen Alternativ-Motor bringen. Für Red Bull zu spät.

Dennoch wirbt Christian Horner für das Konzept. "Es ist von entscheidender Bedeutung, weil sich gerade recht deutlich zeigt, dass es keine Regularien gibt, die Motorenlieferanten vorgeben, liefern zu müssen - von einem angemessenen Preis ganz zu schweigen. Also muss es eine Alternative geben, aber diese Alternative muss auch konkurrenzfähig sein. Mit uns ist ein unabhängiger Motor in der Zukunft der F1 ein Kinderspiel", zitierte Autosport den Teamchef.

Schwesterteam Toro Rosso liegt unterdessen ein Vertrag von Ferrari zur Unterschrift auf dem Tisch, wie Motorsport-Magazin.com aus sicherer Quelle erfuhr. Einzig unterzeichnen kann ihn die Scuderia nicht - denn die F1-Präsenz des Teams aus Faenza steht und fällt mit der von Red Bull. Eine Entscheidung über die RBR-Zukunft könnte erst in zwei bis drei Wochen fallen, denn Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz hat die Deadline bis zum Saisonfinale in Abu Dhabi verlängert.

Grosjean als Sargnagel für Magnussen

Hätte Romain Grosjean dem Haas F1 Team abgesagt, wäre Kevin Magnussen der neue Plan A gewesen - Foto: Sutton

Es mag martialisch klingen, doch genauso wird es sich für Kevin Magnussen angefühlt haben. Das Haas F1 Team hätte dem Dänen ein Cockpit für 2016 gegeben, hätte Romain Grosjean nicht zugesagt. "Wenn Romain abgesagt hätte, hätten wir Magnussen für den ersten Platz genommen", enthüllte Teambesitzer Gene Haas auf der offiziellen Homepage der F1. Magnussen muss nun weitersuchen. Als letzte Optionen bleiben jedoch nur die Plätze bei Manor.

Susie Wolff beendet Karriere

Susie Wolff nimmt Abschied vom Motorsport: (01:22 Min.)

Susie Wolff macht Schluss. Zum Jahresende beendet die 32-jährige Schottin ihre Motorsportkarriere. "Mit 13 Jahren wurde die Formel 1 mein Traum und Ziel. Ich wollte es und habe sehr hart gekämpft, es in diese Startaufstellung zu schaffen. Aber wegen der Ereignisse am Anfang des Jahres und des gegenwärtigen Umfelds der Formel 1, wird es nicht passieren. So viel im Leben hat mit Timing zu tun, besonders in meiner Welt. Für mich ich ist jetzt die Zeit gekommen, meinen Helm an den Nagel zu hängen", begründete Wolff in einer Kolumne bei der Huffington Post.

Massa hegt Gedanken ans Karriereende

Verabschiedet sich Felipe Massa Ende 2016 aus der Formel 1? - Foto: Sutton

Felipe Massa, Jenson Button und Kimi Räikkönen bilden das Altherren-Trio in der Formel 1. Ersterer spricht nun offen über das Karriereende. "Das nächste Jahr wird das letzte meines Vertrags sein, deshalb denke ich, dass es die wichtigste Saison sein wird, um herauszufinden, ob ich weitermache oder nicht", erklärte der Williams-Pilot gegenüber UOL Esporte. "Wenn ich die Chance habe, in einem konkurrenzfähigen Team zu fahren, bleibe ich. Andernfalls höre ich auf."

Größenwahn bei Haas?

MSM TV - F1: Esteban Gutierrez zweiter Haas-Fahrer: (02:19 Min.)

Gene Haas sorgte am Freitag mit zwei Interviews für Aufmerksamkeit. Denn, was der Gründer des 2016 an den Start gehenden Haas F1 Team zu sagen hatte, hatte es in sich. Er sei sicher, im Haifischbecken F1 Geld verdienen zu können und nicht wie manch Mittelfeldteam im Finanzsumpf zu versinken. Außerdem werde sein Chassis besser als das von Ferrari und man sei überhaupt kein Junior-Team der Scuderia. Starke Worte. Ob Haas das alles einhalten wird?

Auch Button zum Race of Champions

Jenson Button nimmt zum fünften Mal an dem Event teil - Foto: Race of Champions

Und noch ein F1-Star, der beim Race of Champions Ende des Monats dabei ist: Mit Jenson Button kündigten die Veranstalter nach Sebastian Vettel, Romain Grosjean, Nico Hülkenberg, Felipe Massa und Daniel Ricciardo bereits den sechsten aktiven Formel-1-Piloten an. Das wird ja ein Klassentreffen in London!

Das Fahrerfeld des Race of Champions 2015

Land Fahrer 1 Fahrer 2
Australien Daniel Ricciardo (Formel 1) Mick Doohan
Brasilien Felipe Massa (Formel 1) Nelson Piquet Jr. (Formel E, Indy Lights)
Frankreich Romain Grosjean (Formel 1)
Deutschland Sebastian Vettel (Formel 1) Nico Hülkenberg (Formel 1)
Nordic Tom Kristensen Petter Solberg (Rallycross)
England 1 Jenson Button (Formel 1) Alex Buncombe (Blancpain Endurance Series)
England 2 Jason Plato (BTCC)
Schottland David Coulthard Susie Wolff
Spanien Jorge Lorenzo (MotoGP)
USA Ryan Hunter-Reay (IndyCar)

In Klammern sind die Rennserien angegeben, in denen die Piloten 2015 aktiv sind.

Pirelli: Ein ultrasofter Traum in Violett

Eine deutliche Mehrheit sprach sich für die Farbe Violett aus - Foto: Pirelli

Pirelli präsentierte die Umfrageergebnisse zur Farbmarkierung für den 2016 neuen ultrasoften Reifen: 85 Prozent votierten für Violett. Ein erster Test erfolgt in einem 12-Stunden-Marathon in Anschluss an das GP-Wochenende in Abu Dhabi.

Rosberg-Sieg ein Geschenk?

MSM TV - F1: Rosbergs WM-Drama gegen Hamilton: (02:14 Min.)

Aufregung herrscht mal wieder im Lager der Silberpfeile. Nachdem Nico Rosberg in Mexiko nach einer wochenlangen Durststrecke endlich wieder einen Sieg im teaminternen Duell mit Lewis Hamilton eingefahren hatte, behauptete Letzterer durch die Blume, Mercedes habe Rosberg den Sieg geschenkt. "Ich weiß, dass das Team das Verlangen verspürt hat, besonders nett zu Nico zu sein. Ihr solltet Toto Wolff und Niki Lauda fragen, wie sie darüber fühlen und was sie hinter den Kulissen machen müssen, um Nico zufrieden zu stellen", sagte Hamilton. Niki Lauda widersprach gegenüber der Bil umgehend und vehement: "Nico ist besser gefahren. Es war eine Ein-Stopp-Strategie, aber als wir auf die Reifen schauten - und durch den Vorsprung zum dritten Platz -, war es logisch, den zweiten Boxenstopp zu machen."

Weiterer Nordamerika GP in Planung

1998 fand der letzte Argentinien GP statt - Foto: Sutton

Der US-Unternehmer Tavo Hellmund will ein weiteres Formel-1-Rennen nach Nordamerika holen. Demnach befindet sich das Projekt bereits in einer konkreten Planungsphase. Der 49-Jährige war bereits an der Rückkehr des USA GP und des Mexiko GP in den aktuellen Kalender beteiligt. "Wir sind derzeit etwa zwei Wochen davon entfernt, öffentlich über Konkretes reden zu können. Es geht aber um Nordamerika.", sagte Hellmund auf NBC. Derweil überlegt Bernie Ecclestone, den Argentinien GP zu reanimieren, nachdem die Wiederbelebung bei Mexiko so gut funktioniert hat.


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