Formel 1

2015 war eine unglückliche Saison - Williams: Bottas fordert 2016 bessere Teamleistung

Valtteri Bottas hatte große Träume und Ziele vor der Saison. Mit drei noch ausstehenden Rennen muss er erkennen, dass diese Träume alle im Sand zerlaufen sind.
von Marion Rott

Motorsport-Magazin.com - "Für Spekulationen ist es zu früh. Ich denke für mich ist es natürlich wichtig - wie jede Saison in der Formel 1. Aber im nächsten Jahr wird es für mich besonders wichtig, gute Leistungen abzuliefern." Diese Worte stammen von Valtteri Bottas. Der Williams-Pilot startet 2016 in seine vierte Saison mit Williams und hat gute Chancen, erneut um Podestplätze zu kämpfen.

Insgesamt muss ich zugeben, dass es nicht großartig für mich war. Ich denke, im Vergleich zum Vorjahr verlief die Saison recht unglücklich.
Valtteri Bottas

Das reicht dem Finnen allerdings nicht. Wie jeder andere Pilot in der Königsklasse will er eines Tages regelmäßig um Siege und den Weltmeistertitel kämpfen. An dieser Chance schrammte er für die kommende Saison wohl nur hauchdünn vorbei, schließlich galt seine Verpflichtung bei Ferrari an der Seite von Sebastian Vettel schon fast als sicher, bis Kimi Räikkönen eine Vertragsverlängerung erhielt. Nun muss Bottas 2016 alles in die Waagschale werfen, um vielleicht dann eine Chance auf die Nachfolge seines Landsmannes bei der Scuderia zu erhalten.

Der Austin GP war für Valtteri Bottas ein weiteres Rennen zum Abhaken - Foto: Sutton

Harter Kampf für Bottas 2015

Ein wirkliches Empfehlungsschreiben wie 2014, als der Finne sechs Podiumsplätze einfuhr und Rang vier in der Weltmeisterschaft belegte, blieb in dieser Saison aus. Lediglich ein einziges Mal fuhr er in Kanada unter die besten Drei, in Russland beendete Räikkönen mit einem Zusammenprall in der letzten Runde seinen Angriff auf das Podest. "Insgesamt muss ich zugeben, dass es nicht großartig für mich war", erklärte er Crash.net bezüglich seiner Saison 2015. "Ich denke, im Vergleich zum Vorjahr verlief die Saison recht unglücklich."

Wie jeder sehen konnte, war das keine perfekte Ausführung und das Team ist auch nicht sehr glücklich darüber.
Valtteri Bottas

Allerdings nahm der 26-Jährige keinesfalls alle Schuld für den Saisonverlauf auf sich. Er erinnerte an fehlgeschlagene Boxenstopps, oder technische Probleme. Einer der wohl peinlichsten Patzer passierte in Spa-Francorchamps, als Williams seinen Fahrer nach dem Boxenstopp auf drei weichen und einem Medium-Reifen wieder auf die Strecke schickte - einer von mehreren Fehlern.

"Wie jeder sehen konnte, war das keine perfekte Ausführung und das Team ist auch nicht sehr glücklich darüber. Natürlich wollten wir auf einem höheren Level sein, aber wir werden wirklich besser", zeigte sich Bottas hoffnungsvoll. Besonders die Boxenstopps scheinen seiner Meinung nach das große Problem zu sein, da Williams Probleme habe, die Reifenmuttern von den Reifen zu bekommen. "Die Jungs, also die Mechaniker, haben viel an sich gearbeitet, um besser zu werden. Aber mit dem Equipment, das sie im Moment zur Verfügung haben, können sie nicht abliefern."

Genau an diesen Bereichen würde das Team nun arbeiten, um 2016 stärker zurückzukommen - oder vielleicht auch schon früher: "Das war keine perfekte Saison, aber es gibt immer noch drei Möglichkeiten und ich war insgesamt mit den letzten drei Rennen recht zufrieden. Ich hatte das Gefühl, dass ich auf Top-Level performen und alles aus dem Auto herausholen konnte." Die Rennen in Mexiko, Brasilien und Abu Dhabi bleiben Bottas nun noch, um als einer "unglücklichen", eine passable Saison zu machen.


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