Formel 1

Kleiner Nachteil ist mir sicher - Rosbergs Monza-Motor muss bis Japan warten

Nico Rosberg bekommt schon am Freitag eine komplett neue Power Unit. Das Sorgen-Aggregat aus Monza wurde nur am Donnerstag angeworfen.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Eigentlich ist es nichts Besonderes, wenn am Donnerstag die Motoren aufheulen. Die Teams durchlaufen die üblichen Routine-Checks. Doch für Mercedes und vor allem Nico Rosberg war der Donnerstag in Singapur spannender. Das Weltmeisterteam testete zunächst jene Power Unit, die in Monza nach dem dritten Freien Training wegen eines Lecks im Kühlsystem zunächst aussortiert wurde.

Es kann aber auch noch ein größerer Nachteil werden.
Nico Rosberg

Unmittelbar nach dem Ausbau in Monza unterlief das Aggregat Tests an der Rennstrecke, später in der Motorenzentrale in Brixworth. Doch auch dort konnte nicht endgültig geklärt werden, ob die Power Unit vom Zwischenfall in FP3 Schaden genommen hatte. Deshalb mussten die Ingenieure auf den Donnerstag in Singapur warten.

Doch selbst jetzt gibt es noch keine Gewissheit, die Untersuchungen sind noch nicht beendet. Deshalb kommt bei Rosberg - entgegen früherer Berichte - schon im ersten Freien Training Power Unit Nummer vier zum Einsatz. Eine Power Unit der gleichen Spezifikation wie jene, die auch bei Lewis Hamilton aktuell im Einsatz ist. Also der neue Mega-Motor. Die vorerst aussortierte Nummer drei soll dann in Suzuka wieder zum Einsatz kommen - aber voraussichtlich nur im Training.

PU3 nur mehr Freitags im Einsatz

Der aktuelle Plan sieht vor, PU3 nur mehr am Freitag einzusetzen. Damit müsste PU4 sieben Renneinsätze überstehen. Nicht unmöglich, aber auch nicht optimal. "Einen kleinen Nachteil habe ich dadurch sicher", meint der Betroffene selbst dazu. Rosberg weiter: "Es kann aber auch noch ein größerer Nachteil werden."

Nämlich dann, wenn PU4 nicht mehr reicht und neue Komponenten eingesetzt werden müssen. Dann wird Rosberg - je nachdem wie viele Komponenten getauscht werden - in der Startaufstellung zurückversetzt. Aber auch wenn PU4 durchhält, ist die Laufleistung am Ende so hoch, dass nicht volle Leistung zur Verfügung steht. Monza hat Mercedes gelehrt.

Bliebe für Freitagseinsätze eigentlich noch Power Unit Nummer eins. "Aber die hat schon so viel Laufleistung drauf, dass sie nicht mehr zum Einsatz kommt", sagte Rosberg zu Motorsport-Magazin.com.


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