Formel 1

Extreme Dinge probiert - Ricciardo schöpft nach 100-Runden-Tag Hoffnung

Daniel Ricciardo zieht ein positives Fazit nach seinem Testtag in Spielberg. Der Australier drehte viele Runden. Doch stimmt auch die Pace seines RB11?
von Jonas Fehling

Motorsport-Magazin.com - Zur Beruhigung aller Red-Bull-Fans vorneweg: Der Defekt am RB11 rund eine Stunde vor Sessionende des zweiten Testtags in Spielberg hatte diesmal nichts mit dem Renault-Motor zu tun. Zwar sorgte das Problem für eine rote Flagge, allerdings sei es halb so wild gewesen. "Das war okay. Wir wissen, was da warum passiert ist. Und das ist wichtig", versichert Ricciardo.

Ricciardo und der Terminator

Ricciardo und sein - Foto: Sutton

"Es war aber schon ein bisschen komisch, weil wir eigentlich nur einen kleinen Fehler mit dem Bremspedal hatten. Es ist manchmal kurz stecken geblieben, sodass die Bremsen überhitzt und Feuer gefangen haben. Die Jungs haben das aber schnell wieder hinbekommen, sodass wir nach einer halben Stunde für unseren finalen Run wieder rausgehen konnten", sagt Ricciardo.

Insgesamt fällt sein Fazit ohnehin positiv aus: "Wir haben mehr als 100 Runden gefahren, konnten viel testen und haben ein paar Dinge gelernt. Das ganz normale Programm. Und dann hatten wir heute Morgen noch dieses riesige Aero-Gatter, das ein bisschen aussah wie aus 'Terminator', das den Aero-Jungs viel gebracht hat", scherzt Ricciardo.

In Silverstone und Budapest sollten wir stark aussehen. Dort gibt es ein paar mehr Kurven und weniger Geraden und wir haben ein paar Updates
Daniel Ricciardo

Genau genommen schaffte der "Honeybadger" nach Pierre Gaslys 80 Runden am Dienstag diesmal sogar 116 Umrundungen. Die Pace des RB11 gehörte allerdings nicht zu den besten. Einzig Felipe Nasr im Sauber war langsamer unterwegs. "Wir fahren hier kein Qualifying-Setting mit dem Motor. Das ist etwas heruntergefahren, um die Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Wir hatten uns vorgenommen hier viele Runden zu drehen. Das war eine also ganz normale Einstellung", erklärt Ricciardo.

Extremes Setup ausprobiert

"Wir wussten um die generellen Schwächen, die wir hier haben würden. Mit den langen Geraden vor allem", ergänzt der Australier. Noch dazu habe man am Mittwoche neue Wege beschritten. "Heute haben wir Dinge probiert, die du sonst nicht an einem Rennwochenende machst. Zum Beispiel extremere Setup-Veränderungen. Es war ein guter Tag", resümiert Ricciardo. Jetzt freue er sich auf die nächsten Rennen. "In Silverstone und Budapest sollten wir stark aussehen. Dort gibt es ein paar mehr Kurven und weniger Geraden und wir haben ein paar Updates", hofft Ricciardo.


Weitere Inhalte:
Formel 1 Tickets
Wir suchen Mitarbeiter
Mitarbeiter Motorsport Designer Journalismus Programmierer Video