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Formel 1

Schlechtes Qualifying wird zur Gewohnheit - Räikkönen: Fahrverhalten plötzlich geändert

Für Kimi Räikkönen verlief auch das dritte Qualifikationstraining des Jahres enttäuschend. Der Finne musste sich sogar beiden Williams geschlagen geben.
von Christian Menath

Motorsport-Magazin.com - Auch beim Qualifying zum Großen Preis von China kam Kimi Räikkönen nicht so richtig in Tritt. Zum dritten Mal in Folge musste sich der Finne am Samstag seinem Teamkollegen geschlagen geben. Doch das Problem ist nicht nur Teamkollege Sebastian Vettel: Während der direkt hinter den Mercedes auf einen Fehler der Silberpfeile lauert, muss sich Räikkönen auf P6 auch hinter beiden Williams anstellen.

Ich bin von diesem Ergebnis enttäuscht.
Kimi Räikkönen

"Ich bin von diesem Ergebnis enttäuscht", gesteht Räikkönen ehrlich. Der Finne gibt sich kämpferisch: "Wir versuchen aber alles und ich bin mir sicher, dass wir mit einem guten Start noch das Beste aus dieser Situation machen können."

Besonders ärgerlich für den letzten Ferrari-Weltmeister: "Mein Auto hat sich die meiste Zeit heute ziemlich gut angefühlt, aber in meinem letzten Run habe ich keine gute Runde zusammengebracht. Aus irgendeinem Grund war das Handling anders: Es war weniger stabil als in den vorherigen Runden und vor allem in den ersten drei Kurven sehr rutschig auf der Hinterachse."

Schon nach Kurve drei - dem Ausgang der Schneckenkurve - war für Räikkönen, der besonders viele Fans in China hat, die Runde gelaufen. "Ich habe extrem viel Zeit von dieser Kurve bis zur nächsten verloren. Das konnte ich den Rest der Runde nicht mehr kompensieren."

Kein Desaster, aber schlechte Angewohnheit

Nach dem Ausgang der von Kurve drei - oder je nach Zählweise auch vier - folgt eine Vollgas-Passage bis zur nächsten Haarnadel. Stimmt der Kurvenausgang nicht, summiert sich der Fehler auf die folgende Gerade. Räikkönen selbstkritisch: "Vielleicht war es meine Schuld. Vielleicht ist es auch nur irgendwie passiert. Aber egal wie, es ist enttäuschend." Probleme mit dem letzten Satz der Soft-Reifen wollte er nicht ausschließen, den Einfluss des Windes hingen schon.

"Es ist kein komplettes Desaster, aber es scheint, zu einer Gewohnheit zu werden, die ich lieber los haben würde", so der Iceman. Beim Australien GP ging Räikkönen von Platz fünf aus ins Rennen, in Malaysia verpasste er mit Startplatz elf sogar das letzte Qualifikationssegment.

Seelischen Beistand erhält Räikkönen von Sebastian Vettel: "Es ist schade, dass wir nicht beide Autos nebeneinander haben. Soweit ich weiß, hatte Kimi auf seiner Aufwärmrunde auch Probleme mit dem Verkehr. Bei diesen Temperaturen muss sich jeder auf die Outlap verlassen, um es dann auf der fliegenden Runde hinzubekommen."


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