Das erste offizielle Training in Rot: Sebastian Vettel gab an diesem Freitag sein Grand-Prix-Debüt für Ferrari. Nach den ersten beiden Trainings in Melbourne fasste der vierfache Weltmeister den Tag so zusammen: "Es lief alles glatt. Ich kann mich nicht an einen ähnlich reibungslosen Freitag erinnern. Aus dieser Sicht war es also gut." Damit bestätigte Vettel den positiven Eindruck der Scuderia von den vergangenen Testfahrten.

Zumindest im 2. Training mauserte sich Ferrari zum Hauptverfolger auf Mercedes. Die beiden Silberpfeile von Nico Rosberg und Lewis Hamilton gaben zwar den Ton an, doch Vettel und Teamkollege Kimi Räikkönen waren dem Duo auf den Fersen. Vettel benötigte am Nachmittag 1:28.412 Minuten für seine beste Runde und hatte damit sieben Zehntel Rückstand auf Spitzenreiter Rosberg. Außerdem entschied der Heppenheimer das erste kleine Teamduell für sich. Räikkönen war als Gesamtvierter rund vier Zehntelsekunden langsamer.

Sebastian Vettel war 1. Mercedes-Verfolger -
Sebastian Vettel war 1. Mercedes-Verfolger -Foto: Sutton

Vettel: Mercedes außer Reichweite

"Es wäre schön, vor so vielen Leuten wie möglich zu bleiben", sagte Vettel. "Ich bin sicher, dass Mercedes außer Reichweite ist. Da muss man realistisch bleiben. Das Wichtigste ist aber, dass wir heute keine Probleme hatten. Es scheint, dass sich die harte Arbeit über den Winter - sowohl auf der Strecke als auch in der Teamfabrik in Maranello - bezahlt macht."

Die Plätze drei und vier waren ein hoffnungsvoller Start in die neue Saison für Ferrari, doch Vettel dämpfte die Erwartungen: "Je weiter oben du stehst, desto besser. Aber das war der Freitag. Ich bin schon seit einer Weile in der Formel 1 und freitags ist es nicht so wichtig, auf die Rundenzeiten zu schauen. Aber jeder Fahrer und jedes Team arbeitet darauf hin, an die Spitze zu gelangen. Mit unserer Arbeit heute können wir zufrieden sein."

Kimi Räikkönen hadert mit sich selbst -
Kimi Räikkönen hadert mit sich selbst -Foto: Sutton

Räikkönen: Nicht gut gefahren

Während es bei Vettel offenbar gut lief, haderte Räikkönen mit seiner Performance. In beiden Trainings fehlten dem Finnen ein paar Zehntelsekunden auf seinen Teamkollegen. Dabei räumte Räikkönen ein, dass es aus dem Cockpit heraus nicht optimal gelaufen sei. "Irgendwo mussten wir ja beginnen und im Vergleich zum vergangenen Jahr war es ein guter Start", sagte Räikkönen. "Es war aber kein idealer Tag. Ich bin nicht gut gefahren und bekam keine Runde zusammen."

Nach dem 1. Training, das Räikkönen als Achter beendete, nahm das Team Veränderungen am Setup seines Ferrari-Boliden vor. Prompt fühlte sich der frühere Weltmeister wohler im Auto. Eine 1:28.842 stand am Ende des ersten Tages als Bestzeit zu Buche.

"Das Gefühl war besser", bestätigte Räikkönen. "Wenn wir jetzt alles zusammenbringen und eine gute Runde finden, sollte alles in Ordnung sein. Insgesamt war es ein positiver Tag. Das Gefühl über den Winter hat sich nicht verändert: Ich denke, dass das Gesamtpaket besser geworden ist."