Formel 1

McLaren das größte Rätsel - Saisonauftakt 2013: Top-Teams unter der Lupe

Motorsport-Magazin.com-Experte Christian Danner nahm die Top-Teams unter die Lupe und fand die eine oder andere Antwort auf so manch brennende Frage.
von Kerstin Hasenbichler

Motorsport-Magazin.com - Der Countdown läuft: In wenigen Tagen heulen im australischen Albert Park die Motoren auf. Doch wer geht als Favorit in die neue Formel 1-Saison und wer hat womöglich einen Rückstand aufzuholen? Nach den Testfahrten wurde viel gerätselt. Wie stark sind die Mercedes-Bestzeiten von Lewis Hamilton und Nico Rosberg in Barcelona wirklich einzuschätzen und was ist Red Bull trotz der eher farblosen Tests zuzutrauen? Motorsport-Magazin.com-Experte Christian Danner nahm die Top-Teams unter die Lupe und fand die eine oder andere Antwort auf so manch, brennende Frage.

Christian Danner über Red Bull:

Zur Saison 2013 gab es keine einschneidende Regeländerung. Deshalb glaube ich, dass Adrian Newey genau weiß, was er verbessern muss und das auch hinbekommt. In den vergangenen Jahren war bei Red Bull alles sehr stimmig und logisch, warum sollte sich das für diese Saison ändern?

Rosberg zeigte in Barcelona auf - Foto: Mercedes AMG

... über Mercedes:

In der vergangenen Saison ging der Mercedes-Bolide brutal mit den Reifen um. Vielleicht halfen die kühlen Temperaturen während der diesjährigen Tests dem Auto, immer das richtige Arbeitsfenster mit den Reifen zu treffen. Wenn es bei den Rennen 10 bis 20 Grad wärmer wird, kann es sein, dass Mercedes wieder Probleme mit dem Grip bekommt. Ein wenig kann man sich da auf die Aussagen der Fahrer verlassen. Lewis Hamilton sagte, dass das Auto gut ist, aber in Sachen Abtrieb kein Vergleich zum McLaren. Wenn der 2012er McLaren also deutlich spürbar besser war, ist bei Mercedes noch viel Luft nach oben.

... über McLaren:

Hinter McLaren steht für mich ein großes Fragezeichen. Die Änderung von der Pushrod- zur Pullrod-Suspension und anderer Details sind doch eine sehr umfangreiche Änderung beim neuen Auto. McLaren dachte wahrscheinlich, dass das Auto nicht gut genug war und man mit diesem Konzept nicht mehr weiter nach vorn kommen könne. Es wird sich zeigen, ob dieser Schritt sinnvoll war oder nicht. Ich halte es für vernünftiger, mit dem bestehenden Material zu arbeiten als das Rad neu erfinden zu wollen.

... über Ferrari:

Ich sehe bei den Top-Teams keine dramatischen Performance-Unterschiede, die sind alle auf einem ähnlichen Level - so auch Ferrari. Vieles kann man vorab im Simulator testen und Ferrari verfügt über ein ausgezeichnetes Engineering-Team.

... über Lotus:

Dass Kimi Räikkönen bei den Testfahrten nicht viel fahren konnte, ist völlig egal. Kimi setzt sich ins Auto und ist schnell. Wenn der Lotus gut ist, kann Kimi wieder Weltmeister werden.


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