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Das Geheimnis wird am Mittwoch gelüftet - Was macht Kimi Räikkönen als nächstes?

Kimi Räikkönen wird am Mittwoch seine Zukunftspläne verraten. Motorsport-Magazin.com hat sich ein paar nicht ausschließlich ernst gemeinte Szenarien überlegt.
von Annika Kläsener

Motorsport-Magazin.com - Lotus-Pilot Kimi Räikkönen hat eine ungewöhnliche Art und Weise gewählt, um Fans wie Journalisten auf seine Zukunftspläne neugierig zu machen. In einem kurzen Spot auf youtube ist der Finne beim Unterzeichnen eines Vertrags zu sehen. Anschließend legt er den Finger auf den Mund und macht 'shsh'. Am Ende des Videos verweist ein Link auf eine Webseite, auf der unter der Frage "What will Kimi Räikkönen do next?" ein Countdown zu sehen ist. Dieser läuft an seinem 33. Geburtstag um 10 Uhr ab.

Zurück zu Ferrari? - Foto: Sutton

Angesichts dieses doch recht dramatisch wirkenden Auftritts stellt sich die Frage: handelt es sich lediglich um einen PR-Gag? Oder steckt mehr dahinter? Die zweite Theorie einmal angenommen, erscheint die Möglichkeit, dass Kimi Räikkönen weiterhin für Lotus fährt nicht unbedingt am wahrscheinlichsten - denn warum sollte er dann so einen Wirbel um die Sache machen? Hier käme dann eventuell wieder die erste Möglichkeit, der PR-Gag ins Spiel. Es sprechen einige Punkte dafür, dass der Finne bei Lotus bleiben möchte. Das Auto ist schnell und zuverlässig, wenn auch noch nicht siegfähig. Die Arbeit mit dem Team scheint gut zu funktionieren - auch wenn von außen schwer zu beurteilen ist, wie zufrieden der bald 33-Jährige tatsächlich ist.

Welche Alternativen hätte Räikkönen abgesehen von Lotus?

Kimi Räikkönen wurde bereits für das zweite Ferrari-Cockpit gehandelt, aber die Zeichen verdichten sich, dass Felipe Massa auch weiterhin für die Roten fährt. Des Weiteren ist fraglich, ob er neben einem Fernando Alonso, der das Team um sich herum aufgebaut hat, den Status der Nummer zwei akzeptieren würde. Nicht zu vergessen auch die unschöne Trennung von der Scuderia in 2009. Auch wenn der Finne keinen Groll hegt, wäre eine Rückkehr in das Team, zu dem er trotz des Weltmeistertitels nie richtig zu passen schien, durchaus eine Überraschung.

Die Cockpits bei Red Bull, McLaren und Mercedes sind vergeben, bleiben also nur noch Teams aus dem Mittelfeld wie Sauber, Force India und Williams. Am wahrscheinlichsten in diesem Bunde scheint Sauber, bei denen der Finne seine Formel-1-Karriere begann und mit guten Ergebnissen zum nach wie vor besten Teamergebnis - Rang vier in der Konstrukteurswertung - beitrug. Mit seiner Erfahrung könnte Räikkönen das Team noch näher an die Spitze heranbringen und Siege sollten - wenn man von der diesjährigen Performance urteilt, die nicht zwingend auf das nächste Jahr übertragen werden kann - möglich sein.

Ein Karriereende sähen die Iceman-Fans nicht gerne. - Foto: Sutton

Bowling oder Rallye?

Lotus und Sauber scheinen in der Formel 1 die besten Anlaufstellen für Kimi Räikkönen zu sein. Doch er hätte auch andere, nicht unbedingt ernst gemeinte Alternativen. Unter dem youtube-Video, das knapp 200.000 Menschen gesehen haben, finden sich zahlreiche Vorschläge der User. Von 'Kimi's Gorilla Riders F1 Team' über professionelles Bowling, eine Eiscreme-Party, einen neuen Sponsor - von den Eisherstellern Magnum und Ben & Jerry's über Smirnoff Vodka bis Nike - findet sich so einiges. Andere sehen ihn in der Rolle von 'The Stig' - dem ominösen Testfahrer der britischen TV-Serie 'Top Gear'. Aus der Redaktion von Motorsport-Magazin.com kamen noch Vorschläge wie Weltmeister für Wodka-Aufgüsse in der Sauna werden, Hundeschlittenrennen fahren oder mit Michael Schumacher Karneval feiern.

Übel nehmen würden die Fans einen erneuten Rückzug aus der Königsklasse, deren Drumherum Räikkönen gerne mit 'Bullshit' umschreibt. Forderungen nach einem Rallye-Comeback wurden nicht allzu laut, auch wenn viele User in ihren Kommentaren auf youtube betonten, dass sich der Finne gemessen an seiner mangelnden Erfahrung - beispielsweise im Umgang mit dem Aufschrieb - recht gut schlug.

Ob Fan oder Presse - bis Mittwochmorgen ist Geduld gefordert. Erst dann ist klar, was Kimi Räikkönen machen wird - sofern er uns nicht an der Nase herumgeführt hat...


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