Die Formel 1 ist aus der Sommerpause zurück und Lotus geht als einer der Favoriten in Spa an den Start. "Hoffentlich haben wir den Speed, um den Sieg zu kämpfen", sagt Kimi Räikkönen. Doch wagt der Finne keine Prognosen vor dem Rennen auf seiner Lieblingsstrecke, auf der er schon vier Mal als Sieger auf dem Podium stand.

"Ich erwarte hier nichts, außer ein gutes Auto zu haben", sagt Räikkönen. "Es ist nicht so, dass ich hierher komme und alles läuft automatisch gut. Ich hatte hier auch schon schlechte Rennen. Es kann eine Katastrophe werden, aber hoffentlich wird es ein gutes, normales Wochenenden, dann können wir vorne dabei sein. Aber das weiß ich noch nicht."

Ebenso wenig weiß der Finne nicht, ob die Streckencharakteristik dem Lotus liegen wird. "Wir waren in Silverstone ordentlich unterwegs und das ist ebenfalls eine Art Highspeedstrecke", vergleicht er. "Wir nutzen hier auch die gleichen Reifen, vielleicht ist es okay, morgen werden wir es sehen."

Auch sein Teamkollege Romain Grosjean hält sich mit Prognosen zurück. "Vor Monaco haben viele gedacht, dass wir dort nicht gut sein würden, weil es eine langsame Strecke ist, aber am Ende war das Auto sehr gut", erinnert er sich. "Hier sehen wir auf dem Papier gut aus, hoffentlich wird es auch so sein. Aber es lässt sich nicht einfach sagen, dass wir gewinnen werden."

Kimi Räikkönen war schon einige Male am ersten Lotus-Sieg dran -, Foto: Sutton
Kimi Räikkönen war schon einige Male am ersten Lotus-Sieg dran -, Foto: Sutton

Zunächst müsse das Team die Hausaufgaben im Freien Training erledigen. Die Wettervorhersage dafür sieht gut aus - es könnte trocken bleiben. "Dann werden wir vor dem Qualifying sehen, was möglich ist", so Grosjean. Angst vor den niedrigeren Temperaturen in Belgien hat er nicht. "Wir sind jetzt bei kühlen Temperaturen viel besser als zu Saisonbeginn", betont er. "In Silverstone funktionierten die harten Reifen sehr gut. Das sollte hier ähnlich sein. Darüber mache ich mir weniger Gedanken."

Warum hat es dann noch nicht mit dem ersten Lotus-Sieg oder seinem Debüttriumph geklappt? "Es kamen viele Dinge zusammen", erklärt Grosjean. "Manchmal war das Qualifying nicht gut, manchmal hatten wir nicht das nötige Quäntchen Glück bei der Strategie." So hätte er ohne das Problem beim ersten Boxenstopp oder den Verkehr vor dem zweiten in Ungarn vor Lewis Hamilton und Kimi Räikkönen landen können. "Dann wäre es vielleicht anders verlaufen", mutmaßt er. "Um ein Rennen zu gewinnen, braucht man 80% Arbeit, 10% Talent und 10% Glück. Das ist in jedem Sport so."