Pastor Maldonado stellte seinen Williams in Melbourne auf die achte Startposition und das Team jubelte. Mark Gillan, der leitende operative Ingenieur, erklärte aber, dass diese Leistung auch schon in früherer Zeit in dem Venezolaner steckte. "Wir haben zwar letztes Jahr unser Ziel in Q3 zu gelangen verpasst, aber er hat immer gute Arbeit abgeliefert", lobte Gillan seinen Piloten. "Wir sind da, wo wir sein wollten."
Bei seinem zweiten Fahrer Bruno Senna waren die Glücksgefühle nach Rang 14 allerdings nicht so stark. "Bruno hatte keine saubere Runde in Q2, aber er hat im dritten Freien Training überzeugt", erläuterte der Ingenieur weiter. Immerhin ermöglicht das nun eine flexiblere Strategie in Bezug auf die Reifen, da Maldonado durch seine Top-10-Platzierung auf den Start auf den weichen Reifen festgenagelt ist.
Dennoch glaubt Gillan an die Chance. "Wenn wir letztes Jahr auf einer derartigen Startposition gestanden wären, hätten wir uns keine allzu großen Hoffnungen gemacht, aber jetzt ist die Rennpace da und wir freuen uns auf morgen", verriet Gillan. Denn Williams arbeitete über den Winter vor allen an Longruns.
Strategie wird Ratespiel
Schwierig wird allerdings die Frage nach der Strategie, denn durch den verregneten Freitag war keine klare Einordnung des Reifenabbaus möglich. Dennoch äußerte Gillan eine Prognose: "Die Reifen wirken sehr konstant und auch die Abnützung scheint sich verbessert zu haben, was für uns immer ein Problem war. Wir haben hart an der Balance des Autos gearbeitet, damit es weniger aggressiv gegenüber den Reifen ist."
Zu den Diskussionen um den F-Kanal am Mercedes, der von der FIA offiziell erlaubt wurde, wollte Gillan allerdings nicht betragen. "Wir konzentrieren uns darauf, dass wir unser Auto anhand der Regeln und unter Zusammenarbeit mit der FIA weiterentwickeln und alles andere ist nicht unsere Sache", erklärte der Ingenieur.

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