Formel 1

Nichts kann uns stoppen! - Williams tut Probleme als Kleinigkeiten ab

Nach Pleiten, Pech und Pannen lief es für Williams am letzten Tag in Jerez einigermaßen rund. Sam Michael war euphorisch - Rubens Barrichello eher nüchtern.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - "From zero to hero" könnte man den letzten Tag des Williams-Teams in Jerez umschreiben. Was hatten sich die Briten an den ersten drei Tagen mit Problemen aller Art auseinander setzen müssen? Defekte Entlüftungsschrauben am Heckflügel, ein defektes KER-System, ein unfreiwilliger Stopp im Reifenstapel - bei Williams war der Wurm drin.

Dann folgte doch noch der versöhnliche Abschluss auf dem Circuito de Jerez: Rubens Barrichello sicherte sich zum Abschluss die Bestzeit. Mit 1:19,832 Minuten war der Formel-1-Veteran nicht nur sieben Zehntel schneller als der zweitplatzierte Kamui Kobayashi, sondern auch der erste, der die 1,20er-Marke in Jerez knackte. Dabei darf man allerdings nicht außer Acht lassen, dass der FW33 ohne KERS und während der Fabelzeit vermutlich mit wenig Sprit an Bord unterwegs war. Trotzdem musste der vierte Tag der Tests wie Balsam auf die geschundene Williams-Seele gewirkt haben.

Alle Dinge, die in den vergangenen Tagen schief gelaufen sind, waren Kleinigkeiten, die wir schnell beheben können.
Sam Michael

"Heute konnte uns nichts dabei stoppen, über 100 Runden zu absolvieren", zeigte sich Technikchef Sam Michael entsprechend euphorisch. "Nach der limitierten Testzeit in Jerez haben wir uns heute auf das Setup und Longruns konzentriert. Rubens hat verschiedene Dinge mit den Pirelli-Reifen ausprobiert - manche haben funktioniert, manche nicht." Michael kündigte bereits an, dass das KER-System in Barcelona ordentlich funktionieren werde und dann auch zum Einsatz komme.

Trotz der zahllosen Probleme blieb der Technikchef optimistisch - gerade, was die Ärgernisse betraf: "Alle Dinge, die in den vergangenen Tagen schief gelaufen sind, waren Kleinigkeiten, die wir schnell beheben können." So fix geht es dann wohl doch nicht bei der britischen Rennschmiede - Probleme gab es vom ersten Testtag an. Auch am Sonntag habe sich der Bolide laut Michael mit einem Leck in der Hydraulik herumschlagen müssen.

Die Euphorie hielt sich bei Barrichello in Grenzen. Nüchtern analysierte er den letzten Tag in Jerez: "Wir haben heute einige Longruns absolviert und heute hatten wir zum ersten Mal die Möglichkeit, ein paar neue Reifen zu nutzen. Das Auto verhält sich nach Plan, deshalb bin ich zufrieden."


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