In den letzten Sekunden des Qualifyings zauberte Lewis Hamilton eine Fabelrunde aus dem Ärmel. Der McLaren-Pilot konnte seine Zeit trotz einsetzenden Regens verbessern und stellte seinen MP4-25 in die erste Startreihe. "Ich dachte, wir könnten die Pole Position holen, aber ich kam in meinem letzten Run in La Source etwas zu weit raus. Es war sehr rutschig und ich verlor dreieinhalb Zehntel, aber ich konnte im zweiten und dritten Sektor eine gute Zeit aus den Reifen holen und so die Zeit gut machen, die ich im ersten Sektor verlor", erzählte Hamilton.

Auch wenn der Brite gern auf Pole gestanden wäre, ist die Startposition in Spa nicht so entscheidend wie auf anderen Rennstrecken. "Ich bin immer noch in einer guten Position. Ich hoffe morgen auf einen guten Start. Ich werde aggressiv sein, aber gleichzeitig muss ich auch vorsichtig fahren. Morgen ist ein neuer Tag - wir wissen nicht, ob es regnet oder trocken bleibt. Aber wir sind in einer guten Position für Punkte", betonte Hamilton. Für Ex-F1-Pilot Alexander Wurz ist der McLaren das schnellste Auto in Spa.

Button auf P5

"Wir sahen das ganze Wochenende schnell aus und das Auto fühlte sich großartig an. Der Mercedes-Motor ist offensichtlich der beste Motor für diese Strecke und auch unser Aerodynamikpaket arbeitet gut", bestätigte Hamilton. Auch Jenson Button befindet sich auf Position fünf in einer guten Ausgangslage. "Ich bin happy, auch wenn ich wünschte, ich würde weiter vorne stehen. Wir fuhren in Q3 gebrauchte Reifen und als es zu regnen anfing, verlor ich im ersten Sektor dreieinhalb Zehntel", erzählte der Brite.

"Im Qualifying will man das Auto bis ans Limit pushen, aber das war heute sehr schwierig. Man musste genau erkennen, welche Stellen nass und welche trocken waren. Wir haben so hart gepusht wie es ging. Ich bin Fünfter - so ist es nun einmal. Aber bei diesen Bedingungen kann im Rennen alles passieren", fuhr er fort.