Cadillac hat wenige Tage nach dem Saisonfinale in Bahrain sein Fahreraufgebot für die WEC-Saison 2026 präsentiert - mit einer personellen Änderung: Jack Aitken gibt sein Vollzeit-Debüt in der Langstrecken-WM. Der Brite ersetzt Landsmann Jenson Button, der vor einer Weile das Ende seiner Profi-Karriere verkündet hatte.
Aitken mit Cadillac in der WEC, das war nun wirklich keine Überraschung mehr. Er fuhr bereits am vergangenen Sonntag den Cadillac V-Series.R des Werksteams Jota beim Rookie-Test in Bahrain, obwohl er den Prototypen praktisch in- und auswendig kennt. Aitken steuert den LMDh-Boliden seit 2023 in der US-Sportwagenmeisterschaft IMSA und gewann dieses Jahr mit Action Express Racing den Vize-Titel hinter Porsche.
Dass Jack Aitken auf dem Weg zu Cadillac ist, haben wir schon in diesem Video thematisiert. Hier erfahrt ist, was sonst noch in der Silly Season der WEC los ist:
Aitken fährt Cadillac-Doppelprogramm - keine Zeit mehr für DTM
Aitken bestreitet in der Saison 2026 ein Doppelprogramm bestehend aus WEC und IMSA - ein Weg, den bereits andere Hersteller wie BMW mit ihren Werksfahrern eingeschlagen haben. Die speziell für die Prototypen-Klassen abgestellten Piloten erhalten dadurch mehr Streckenzeit und bilden das Bindeglied zwischen den beiden Meisterschaften.
In der WEC nimmt Aitken den Platz von Button an der Seite von Earl Bamber und Sebastien Bourdais im #38 Auto ein. Das Fahrer-Lineup auf dem #12 Schwesterauto mit Will Stevens, Norman Nato und Alex Lynn bleibt unverändert. In der IMSA-Serie teilt sich Aitken den Caddy weiterhin mit Bamber, während Mercedes-F1-Ersatzfahrer Fred Vesti für die langen Endurance-Rennen hinzustößt.
Nachdem Aitkens Doppelprogramm nun bestätigt ist, stehen die Chancen auf eine weitere Saison in der DTM aus Zeitgründen ziemlich schlecht. Zwischen 2023 und 2025 bestritt er 46 Rennen für das Ferrari-Kundenteam Emil Frey Racing, das sich jetzt wohl nach einem Nachfolger umschauen muss. Aitken mauserte sich in der DTM zu den Top-Fahrern und kämpfte in der abgelaufenen Saison bis zuletzt um die Meisterschaft. In 46 DTM-Rennen errang er sechs Siege, neun Podestplätze und beeindruckende acht Pole Positions.
Cadillac führte vor Aitkens Verpflichtung auch Gespräche mit Mick Schumacher, dessen Zukunft offen bleibt. Warum es nicht geklappt hat und es für Mick weitergehen könnte, lest ihr in diesem Artikel:



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