Das Qualifying zum WEC-Rennen in Spa-Francorchamps könnte sich zu einer äußerst spannenden Angelegenheit entwickeln: Bei der 'Generalprobe' im 3. Freien Training am Freitagvormittag sicherte sich Cadillac die Bestzeit, womit drei unterschiedliche Marken die Trainings-Sessions anführten. Am Donnerstag legte Ferrari mit der Bestzeit im 1. Training los, gefolgt von einer Alpine-Doppelführung im FP2.

Will Stevens führt den #12 Cadillac früh an die Spitze der Zeitenliste und hielt sich dort bis zum Ende des 60-minütigen Trainings bei trockenen Bedingungen. Der Brite brauchte 2:02.379 Minuten für seinen besten Umlauf auf dem 7,004 Kilometer langen Traditionskurs und war damit deutlich langsamer als Jules Gounon, der am Donnerstag mit seinem Alpine die Tagesbestzeit (2:01.816) aufgestellt hatte.

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Spa-Training: Cadillac vor Kubica-Ferrari

Die Teams werden wohl erst im heutigen Qualifying um 14:30 Uhr (alle Infos zur Übertragung) ihre Karten auf den Tisch legen. Eine gute Startposition wird immer wichtiger in der brutal umkämpften WEC, doch der Fokus der Vorbereitung liegt auf dem Rennen. Für den sechsstündigen Lauf in Spa hat Michelin die Slick-Mischungen Soft und Medium nominiert. Die Teams nutzten die Trainings, um sich intensiv mit den überarbeiten Reifen vertraut zu machen.

Stevens fuhr die Bestzeit schon in der 5. Runde von 22 Umläufen, die der #12 Jota-Cadillac (Stevens, Nato, Deletraz) im 3. Training zurücklegte. Damit setzte sich der kurzzeitige Formel-1-Fahrer knapp vor Robert Kubica durch, der mit seinem #83 AF-Corse-Ferrari den zweiten Platz belegte. Dem amtierenden Le-Mans-Sieger fehlten mit einer persönlichen Bestzeit von 2:02.402 Minuten nur 0,023 Sekunden zur Spitze.

Aston Martin mischt weiter munter vorne mit

Aston Martin verbuchte ein weiteres gutes Ergebnis und landete mit einem seiner beiden V12-Valkyrien auf dem dritten Rang. Harry Tincknell im #007 Aston Martin (Tincknell, Gamble) war nur 0,090 Sekunden langsamer als Caddy-Pilot Stevens. Die Briten mischten schon in den Freien Trainings am Donnerstag munter vorne mit und können sich zumindest im Qualifying ein Top-Ergebnis ausrechnen. Dazu sei gesagt, dass die letztjährige Pole-Runde von Ferrari im 1:59er-Bereich lag und deutlich schneller war als die Zeiten, die wir bisher in Spa gesehen haben.

Der frühere DTM-Pilot Jack Aitken führte den zweiten Jota-Cadillac zum vierten Platz - der US-Autobauer zählt zum engeren Favoritenkreis beim zweiten Rennwochenende der Saison. Die beiden Werks-Ferrari 499P folgten auf den Plätzen fünf und sechs, womit alle drei Italo-Prototypen in den Top-6 des Klassements landeten. Vorjahressieger Antonio Giovinazzi setzte sich im Ferrari-internen Duell knapp gegen Nicklas Nielsen durch.

BMW und Toyota abgeschlagen im 3. Training

Frankreich-Power auf den weiteren Plätzen in den Top-10: Peugeot und Alpine nahmen die Positionen sieben bis zehn ein. Toyota und BMW dürften auf schnelle Quali-Runs verzichtet haben und begnügten sich mit den Plätzen 13 und 17 (Toyota) sowie 15 und 16 (BMW). "Wir hatten bisher ein paar Probleme, aber im Qualifying und Rennen sollte es okay sein", sagte Imola-Sieger Ryo Hirakawa stellvertretend für die #8 Crew von Toyota.

Das einstündige Training wurde dreimal durch Full-Course-Yellow-Phasen ausgebremst. Für die letzte Gelbphase zwölf Minuten vor Schluss sorgte der Österreicher Richard-Lietz, der mit seinem Manthey-Porsche 911 GT3 R neben der Strecke ausrollte und abgeschleppt werden musste. In der LMGT3-Kategorie erzielte das McLaren-Team Garage 59 eine Doppelführung mit den beiden deutschen Piloten Finn Gehrsitz und Marvin Kirchhöfer.

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