Qualifying-Sensation bei der WEC in Spa-Francorchamps: Peugeot hat seine erste Pole Position in der Langstrecken-WM erobert! Malthe Jakobsen führte den #94 Peugeot 9X8 (Duval, Jakobsen, Pourchaire) am Freitag zum ersten Startplatz. Klappt es beim 6-Stunden-Rennen am Samstag (Start um 13:00 Uhr) auch mit dem ersten Sieg für den französischen Autobauer, der seit Mitte 2022 in der WEC mitmischt?

Jakobsen darf sich erst einmal über seine erste WEC-Pole freuen, die sich der 22-jährige Däne hart erkämpfen musste. In der Hyperpole-Runde setzte er sich haarscharf vor dem #12 Jota-Cadillac (Stevens, Nato, Deletraz) durch: Jakobsen gelang eine Rundenzeit von 02:00.653 Minuten, die Caddy-Verfolger Will Stevens um nur 0,043 Sekunden verpasste.

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Ärgerlich nur: Jakobsen unterlief ein Dreher auf seiner ersten Runde, der sich im Rennen noch rächen könnte, weil die Reifenkontingente in der WEC limitiert sind. "Das war kein idealer Start", räumte er ein. "Es ist nicht schön, wenn man in Eau Rouge plötzlich rückwärts fährt. Ich habe mir einen kleinen Bremsplatten eingehandelt, die Reifen fühlten sich aber nicht so schlimm an."

Aston Martin sorgt für Überraschung im Qualifying

Ein starkes Kollektivergebnis gelang dem Alpine-Werksteam mit den Plätzen drei und vier: Charles Milesi setzte sich im internen Duell gegen Jules Gounon durch. Die Franzosen hatten sich schon in den Freien Trainings stark präsentiert und konnten ihre Form ins Qualifying übertragen. Die Top-4 trennten in der Hyperpole weniger als zwei Zehntelsekunden. Der ehemalige DTM-Fahrer Jack Aitken bugsierte den zweiten Cadillac zum fünften Startplatz.

Für eine dicke Überraschung sorgte Aston Martin, das bereits zu den 'Trainings-Gewinnern' zählte: Marco Sörensen belegte im #009 Valkyrie-Hypercar den sechsten Startplatz, Markenkollege Harry Tincknell folgte direkt dahinter auf P7.

Spa-Debakel! Ferrari und Toyota weit hinten

Aber wo steckten eigentlich die Platzhirsche Ferrari und Toyota? Weit hinten! Antonio Fuoco führte mit der #50 (Fuoco, Molina, Nielsen) den einzigen der drei Ferrari 499P in die Hyperpole. Der amtierende Le-Mans-Sieger Robert Kubica fuhr nur auf Platz zwölf, während der amtierende Weltmeister und Imola-Polesetter Antonio Giovanzzi nicht über Platz 16 hinauskam. Ein ganz bitteres Ergebnis für die Italiener, die 2025 in Spa erst eine Triple-Pole und dann einen Doppelsieg erobert hatten.

Toyota erlebte ein ähnliches Debakel und scheiterte mit beiden Hypercars schon im Q1. Kamui Kobayashi kam mit dem #7 TR010 Hybrid (Conway, Kobayashi, De Vries) nicht über P12 hinaus und verpasste den rettenden zehnten Rang um nur drei Hundertstelsekunden. Der in Imola siegreiche #8 Schwester-Toyota musste sich mit Brendon Hartley am Steuer gar mit P16 abfinden. "Wir hatten auf ein etwas besseres Ergebnis gehofft", sagte sein Teamkollege Sebastien Buemi. "Unser Auto ist im Rennen aber viel besser aufgestellt."

LMGT3: Lexus krallt sich nächste Spa-Pole

Lexus hat sich in der LMGT3-Kategorie seine erste Pole Position der Saison gesichert und startet wie im Vorjahr vom ersten Startplatz. WEC-Neueinsteiger Hadrien David führte den #78 Akkodis-Lexus RC F GT3 an die Spitze des Klassements. Der Franzose benötigte 2:16.612 Minuten für seine beste Runde in der Hyperpole-Session und setzte sich mit 0,194 Sekunden vor dem Zweitplatzierten Zach Robichon im #27 Aston Martin Vantage von The Heart of Racing durch.

Lexus-Youngster David startet zum zweiten Mal aus der ersten Reihe, nachdem er beim Saisonauftakt in Imola den zweiten Rang erreicht hatte. Hinter dem Drittplatzierten Ben Tuck im Proton-Ford-Mustang folgte mit dem Österreicher Clemens Schmid der zweite Akkodis-Lexus auf P4.

Für die deutschen Vertreter im GT3-Feld gab es wenig Zählbares zu holen. WRT-Pilot Sean Gelael war auf P7 der bestplatzierte BMW-Fahrer, während das in Imola siegreiche Schwesterauto nur auf P17 landete. Rui Andrade führte seinen Iron-Lynx-Mercedes zum achten Startplatz, während der zweite AMG-GT3 nicht über P16 hinauskam.

Von den beiden Manthey-Porsche 911 schaffte es nur die #91 mit Timur Boguslavskiy auf P9 in die Hyperpole - für den Schwester-Neunelfer (P12), der im 3. Training mit technischen Problemen kämpfte, war in Q1 vorzeitig Feierabend. Eine Pleite erlebte auch das neue WEC-Team Garage 59, dessen unter anderem mit Marvin Kirchhöfer und Finn Gehrsitz besetzte McLaren 720 S GT3 beide die Hyperpole verpassten.

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