Nur wenige Stunden nachdem die Formel 1 ihre beiden Nahost-Rennen, die für den nächsten Monat geplant waren, bis auf Weiteres abgesagt hat, zieht nun auch die MotoGP nach. Der für den 12. April geplante Katar-GP wird nicht wie geplant abgehalten werden. Aber er soll trotzdem in dieser Saison noch über die Bühne gehen.
Es steht schon ein Termin für das Rennen fest. Am 8. November wird das Rennen auf dem Lusail International Circuit abgehalten werden. Das war das einzige zuvor freie Wochenende im Saisonendspurt. Um dem MotoGP-Tross aber nicht fünf Rennwochenenden hintereinander zuzumuten, baut die Rennserie deshalb generell den Plan für die letzten Rennen um.
MotoGP-Kalender wird nach Katar-Verschiebung umgebaut
Der Große Preis von Portugal sowie das Saisonfinale in Valencia rücken eine Woche nach hinten und werden damit am 22. bzw. 29. November abgehalten. Katar wird damit das letzte Rennen in einem Tripleheader mit dem Australien-GP auf Philip Island und dem Malaysia-GP bilden.
So sieht der neue MotoGP-Kalender 2026 aus:
MotoGP Kalender 2026 - Rennen, Startzeit, Strecken
Die Absage wurde aufgrund des anhaltenden Krieges in der Golfregion notwendig. Am 28. Februar hatten die USA und Israel mit koordinierten Luftschlägen auf den Iran den Konflikt aufflammen lassen. Der Iran reagierte mit Gegenschlägen auf zahlreiche Staaten in der Region. Angriffe in beide Richtungen halten nach wie vor an. Der Luftverkehr ist seitdem beeinträchtigt und die weitere Entwicklung dieses Konflikts schwer abschätzbar. An die Abhaltung von Großveranstaltungen internationaler Tragweite ist unter diesen Umständen nicht zu denken.
MotoGP-Chef: Sicherheit hat Priorität
Wie die MotoGP mitteilte, wurde die Absage in Abstimmung zwischen der Motorrad-WM, der FIM und dem Promoter vor Ort getroffen. MotoGP-CEO Carmelo Ezpeleta wurde bei der Bekanntgabe folgendermaßen zitiert: "Unsere oberste Priorität gilt stets der Sicherheit und dem Wohlergehen aller an der MotoGP Beteiligten sowie der Gewährleistung, dass jeder Grand Prix auf höchstem Niveau ausgetragen wird."
"Wir sind uns auch bewusst, wie wichtig es ist, unseren Fans so früh wie möglich Klarheit zu verschaffen, und Ticketinhaber erhalten die Möglichkeit, ihre Tickets auf die nächste Veranstaltung zu übertragen", so Ezpeleta weiter.
FIA-Präsident Jorge Viegas stimmte dem zu: "Angesichts der aktuellen geopolitischen Lage muss der Schutz unserer Fahrer, Teams, Offiziellen und Fans stets an erster Stelle stehen. Wir sind zuversichtlich, dass der aktualisierte Kalender gewährleistet, dass die Veranstaltung in Katar unter den sichersten und professionellsten Bedingungen stattfinden kann.“
Die Verschiebung könnte auch eine Blaupause für die Formel 1 darstellen. Denn im Gegensatz zu der Zweirad-WM hat die Monoposto-Königsklasse, die sich ebenfalls im Besitz von Liberty Media befindet, bisher nur die Absage von Bahrain und Saudi-Arabien im April bekanntgegeben und ging nicht darauf ein, ob die Grands Prix nachgeholt werden oder nicht. Der Rennkalender der Formel 1 ist im Herbst ähnlich dicht gedrängt wie jener der MotoGP. Eine Verschiebung des Saisonfinales in Abu Dhabi um eine Woche würde Platz schaffen, um möglicherweise eines der beiden Rennen doch noch unterzukriegen.
Alle Informationen zu den Absagen in der Formel 1 findet ihr hier:



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