2026 soll für Yamaha die große MotoGP-Auferstehung einläuten. Die ersten Testfahrten des Jahres mit dem neuen V4-Motor wurden allerdings zum Debakel. Schon in Sepang fuhr man hinterher, am vergangenen Wochenenden beim Abschlusstest in Buriram fiel der Rückstand sogar noch dramatischer aus: Die Yamaha-Fahrer Fabio Quartararo, Alex Rins, Jack Miller und Toprak Razgatlioglu waren konstant im hinteren Bereich des Feldes zu finden, in der Endabrechnung mischten sich nur Enea Bastianini, Rookie Diogo Moreira und Ducati-Ersatzfahrer Michele Pirro zwischen das Quartett.

Yamaha 2026: Langsam und unzuverlässig

Eine Bestzeitenjagd stand im Entwicklungsprozess der V4-Yamaha natürlich auch nicht im Fokus. Was der Mannschaft aus Iwata aber sehr wohl Sorgen bereiten dürfte, sind die dramatischen Zuverlässigkeitsprobleme mit dem neuen Motorenkonzept. In Sepang musste man nach zunächst nicht erklärbaren Defekten ja für einen gesamten Tag die gesamte Flotte in der Box lassen. Erst nach genaueren Untersuchungen konnten die Sicherheitsbedenken aus der Welt geschafft und die Fahrer wieder auf die Strecke geschickt werden. Den letzten Tag in Malaysia bestritt man dann mit reduzierter Laufleistung.

Yamaha-Stimmung am Tiefpunkt! Stinkefinger für MotoGP-Bike (08:42 Min.)

Eine Strategie, die Yamaha nun auch beim nur zweitägigen Testfinale in Buriram anwenden musste. Am Sonntagabend wurde bekannt, dass man mit zwei der vier Motorräder im Werksteam bereits nach Tag eins in Thailand an die Grenzen der Laufleistung gekommen war. Es handelte sich dabei um die beiden Maschinen in der Garage von Fabio Quartararo. Kurzerhand wurde daraufhin eines der beiden Bikes von Alex Rins zu Quartararo verschoben, womit beide Fahrer am Sonntag nur ein Motorrad zur Verfügung hatten.

Neue Yamaha-Motoren kommen, aber in alter Spezifikation

Die gute Nachricht: Bis zum Thailand-Grand-Prix am kommenden Wochenende soll Nachschub aus Japan in Buriram ankommen. Die schlechte Nachricht: Die frischen Motoren werden keine neue Spezifikation mit sich bringen, Yamaha wird demnach auch im Rennbetrieb mit einem brutalen Topspeed-Nachteil zu kämpfen haben.

Auf den langen Geraden von Buriram ist Yamaha chancenlos, Foto: Yamaha Motor Racing Srl
Auf den langen Geraden von Buriram ist Yamaha chancenlos, Foto: Yamaha Motor Racing Srl

Auf das erste Motorenupdate müssen Quartararo und Co. also noch etwas warten. Für die ersten vier Rennwochenenden des Jahres - Thailand, Brasilien, USA und Katar - wird es definitiv keine neue Ausbaustufe des V4 geben. Frühestmöglicher Termin für Variante 2.0 ist somit der Europaauftakt in Jerez von 24. bis 26. April.

Was denkt ihr: Gelingt Yamaha mit dem angekündigten Update ein Durchbruch? Schreibt es uns in die Kommentare!

Wie ihr den Saisonstart in Thailand am kommenden Wochenende live im TV oder Stream verfolgen könnt, erfahrt ihr derweil hier: