Marco Bezzecchi und Aprilia setzen ihre im ersten gemeinsamen Jahr so erfolgreiche MotoGP-Partnerschaft auch über 2026 hinaus fort. Das gab der italienische Hersteller am Montagmorgen in einer offiziellen Pressemitteilung bekannt. Die Rede ist offiziell von einem 'mehrjährigen Vertrag', doch 'Bezz' selbst verriet, um zwei weitere Jahre verlängert zu haben. Dementsprechend läuft sein neuer Kontrakt bis Ende 2028.

Marco Bezzecchi und die Aprilia RS-GP heiraten

Alles andere als üblich war die Art und Weise, wie Aprilia am Montagmorgen die Vertragsverlängerung bekanntgab. Bezzecchi hatte der RS-GP - oder 'Albarosa', wie er sie nennt - ja nach seinem Sieg in Valencia 2025 einen Heiratsantrag auf der Auslaufrunde gemacht. Nun sagte das Paar auch offiziell 'Ja'. Aprilia scheute keine Kosten und Mühen, richtete in Sepang eine eigene Zeremonie aus:

Die Pressemitteilung zum neuen MotoGP-Kontrakt wurde dementsprechend im Stil eines Ehevertrags gehalten:

"Marco und Albarosa vereinbaren, alle Komponenten, Ersatzteile, aerodynamischen Upgrades, Räder, Reifen, Kraftstoffe, Schmiermittel und alle mechanischen oder softwaretechnischen 'Add-ons' sowie Prämien und Boni aus Ergebnissen zu teilen.
Marco verpflichtet sich, Albarosa mit der Sorgfalt eines guten Werkstattmeisters zu behandeln und ihre routinemäßige und spezielle Wartung gemäß den technischen Plänen sicherzustellen.

Marco erkennt seine Verantwortung für die sportliche Treue gegenüber Albarosa, ihrem Zwilling und allen Aprilia Racing-Prototypen an. Diese stellen keine Verletzung der Treuepflicht dar.
Entscheidungen über Reifen, Setup, Überholmanöver in der letzten Runde und Rennstrategien im Allgemeinen werden stets gemeinsam getroffen, unter Beachtung der Grundsätze der Vernunft und der Track-Limits.

Auf der Strecke hat im Falle von Uneinigkeit das Gefühl von Marco Vorrang. In diesem Fall kann Albarosa ihre Ablehnung durch Vibrieren oder Rutschen zum Ausdruck bringen, jedoch nicht über die Grenzen der Traktionskontrolle hinaus.

Diese Vereinbarung tritt am Tag ihrer Unterzeichnung in Kraft und gilt für mehrere Jahre, insbesondere für Marco, solange er auf der Rennstrecke fahren möchte, und für Albarosa, solange Kraftstoff durch ihre Einspritzdüsen fließt.

Frühere Fälle raten dringend davon ab, Rechtsmittel vor Gericht einzulegen.
Marco erklärt, dass er alle Besonderheiten von Albarosa kennt, einschließlich der Motorsteuerung und ihres Verhaltens beim Bremsen und Beschleunigen.

Albarosa erklärt sich mit Marcos Fahrstil einverstanden und würdigt seine Schräglagen, sein Gespür für die Front und seine Einstellung, niemals vom Gas zu gehen."

Aprilia-Boss stolz: Marco Bezzecchi hatte auch andere Angebote!

Aprilia-Racing-CEO Massimo Rivola, der in der Trauungszeremonie in Sepang als Standesbeamter fungierte, zeigt sich verständlicherweise äußerst zufrieden mit der Vertragsverlängerung. "Dieser neue Vertrag war unsere Priorität", so Rivola. "Wir haben gemeinsam eine solide Basis geschaffen. Die Tatsache, dass sich Marco für uns entschieden hat, obwohl er mehrere andere Angebote vorliegen hatte, freut uns sehr und unterstreicht unseren Teamgeist." Für Bezzecchi scheint die Vertragsverlängerung ebenfalls nicht in Frage gestanden sein: "Es war von Anfang an mein Ziel, hier ein langfristiges Projekt aufzubauen. Umso mehr freut es mich, dass ich hier so tolle Unterstützung von Seiten des Teams und aus der Fabrik vorgefunden habe."

Nach der offiziellen Vertragsverlängerung mit Bezzecchi beginnt für Aprilia nun die Suche nach seinem Teamkollegen für 2027. Jorge Martin zieht es ja in Richtung Yamaha, wie vergangene Woche bekannt wurde - dieser Wechsel ist allerdings noch nicht bestätigt. Als heißer Kandidat auf dessen Nachfolge gilt Francesco Bagnaia, der Gerüchten zufolge seinen Platz bei Ducati bereits an Pedro Acosta verloren haben soll.

Wer wird Bezzecchis neuer Teamkollege werden? Gebt uns eure Prognosen in den Kommentaren ab!

Acostas derzeitiger Boss, KTM-Motorsportchef Pit Beirer, hat sich derweil im Exklusivinterview mit Motorsport-Magazin.com den Spekulationen rund um dem Fahrermarkt gestellt und hält fest, dass er für sich und sein Team immer noch Chancen sieht, Acosta zu halten. Das gesamte Gespräch könnt ihr hier lesen: