Der 29. Januar 2026 wird zum geschichtsträchtigen Tag in der MotoGP. Gleich zwei Weltmeister sollen dem Vernehmen nach neue Arbeitgeber für die Saisons 2027 und 2028 gefunden haben. In den Morgenstunden berichtete Oriol Puigdemont für 'Autosport.com', dass Fabio Quartararo Yamaha verlassen und bei Honda andocken wird. Das Transferkarussell war damit endgültig in Gang gesetzt.

Yamaha holt Jorge Martin als Quartararo-Ersatz

Yamaha wollte diese Entwicklungen nicht kommentieren, wenige Stunden später scheint Quartararos Nachfolger aber bereits festzustehen. Es handelt sich dabei um niemand geringeren als Jorge Martin - auch das brachte der bestens vernetzte Puigdemont in Erfahrung. Martin dürfte sich ebenfalls Hoffnungen auf einen Wechsel zu Honda gemacht haben. Schließlich versuchte der Champion von 2024 schon während der vergangenen Saison, seinen bestehenden Aprilia-Vertrag vorzeitig aufzulösen, um im HRC-Lager eine neue Heimat zu finden.

Jorge Martin bleibt bei Aprilia! Die MotoGP-Wendung erklärt (08:09 Min.)

Hierbei ist ihm nun aber wohl Quartararo zuvorgekommen. Martins Optionen schrumpften dadurch massiv: Die Partnerschaft mit Aprilia stand von Anfang an unter keinem guten Stern. Martin verletzte sich direkt am ersten Testtag 2025 schwer. Drei weitere Verletzungen und der öffentlich ausgetragene Vertragsstreit zerstörten jegliches Vertrauen zwischen Fahrer und Hersteller. Eine Rückkehr ins Ducati-Lager, wo Martin bei einer möglichen Beförderung ins Werksteam mehrmals übergangen wurde, kam nicht in Frage. Aus einem bestehenden KTM-Vertrag hatte sich Martin 2020 mit einem Trick herausgemogelt, auch dort sind er und Manager Albert Valera also nicht unbedingt hochangesehen. Und mit Quartararos Honda-Coup ging nun eben auch die letzte Tür neben Yamaha zu.

Jorge Martin: Yamaha-Unterschrift steht unmittelbar bevor

Wie dem 'Autosport'-Bericht zu entnehmen ist, sollen sich Martin und Yamaha einig, der Vertrag aber noch nicht endgültig unterschrieben sein. Diese Formalität könnte bereits in den kommenden Tagen folgen. Zwar kann Martin nach zwei weiteren Operationen im Winter nicht am Sepang-Test (3. bis 5. Februar) teilnehmen, wird aber dennoch nach Malaysia reisen. Er wolle dort die Arbeit des Aprilia-Teams und die Entwicklung der neuen RS-GP genau verfolgen, hieß es zuletzt in einer Presseaussendung des italienischen Herstellers. Tatsächlich könnte Martin in Sepang nun aber mit der Unterschrift auf einem Yamaha-Kontrakt seine Zusammenarbeit mit Aprilia endgültig beenden.

Wie der finale Yamaha-Fahrerkader für 2027 aussehen wird, ist aktuell noch völlig unklar. Die Verträge von Werksfahrer Alex Rins und Pramac-Pilot Jack Miller laufen mit Jahresende aus. Beide kämpfen aufgrund ihrer im Vorjahr bescheidenen Leistungen um einen Verbleib in der MotoGP.

Bessere Karten hat da Toprak Razgatlioglu: Der dreifache Superbike-Weltmeister debütiert 2026 bei Pramac Racing in der Königsklasse, verfügt aber über einen direkten Vertrag mit Yamaha bis Ende 2027, der ihm im kommenden Jahr somit einen Aufstieg in das Werksteam einbringen könnte.

Ihr seht also: Weitere spannende Entwicklungen im Transferkarussell für 2027 stehen bevor. Wenn ihr am hektischen Fahrermarkt nichts mehr verpassen wollt, dann abonniert unseren neuen WhatsApp-Kanal. Hier bleibt ihr immer auf dem Laufenden: