Dass Günther Steiner das Tech3-Team übernehmen würde, war schon länger bekannt. Bereits im vergangenen September wurde der Deal im Rahmen einer gesonderten Pressekonferenz am Rande des Katalonien-Grand-Prix offiziell verkündet. Zur Saison 2026 würde Steiner den Traditionsrennstall von Gründer Herve Poncharal übernehmen und als neuer CEO fortführen, so die Aussagen von damals. Und genau das wurde am Freitagnachmittag nun auch formell unter Dach und Fach gebracht.
In einem Statement auf der eigenen Webseite bestätigte Tech3, dass die Akquisition des Rennstalls durch die von Steiner angeführte Investorengruppe, zu der auch Ikon Capital, Bolt Ventures und Main Street Advisors zählen, vollständig durchgeführt wurde. "Es ist eine sehr spannende Zeit, um in die MotoGP einzusteigen, und für Ikon Capital und mich war es wichtig, eine Gruppe gleichgesinnter Investoren zusammenzubringen, die unsere langfristige Vision für das Tech3-Team teilen. Wir sind bestrebt, das Erbe von Tech3 zu wahren und gleichzeitig einen maßvollen, strategischen Ansatz für Wachstum zu verfolgen. Wir wollen auf dem aufbauen, was bereits funktioniert und ich freue mich darauf, die Zukunft des Teams zu gestalten", ließ sich Steiner zitieren.
Überraschung in der MotoGP: Pierre Gasly wird Tech3-Miteigentümer
Spannend wurde es aber vor allem im weiteren Verlauf der Pressemitteilung. Denn gegen Ende des Statements verriet das Tech3-Team auch noch, welche weiteren Aktionäre sich der Investorengruppe um Steiner und die schon länger bekannten Unternehmen angeschlossen hatten. Trail Slam etwa, oder Alk Capital, Barry English, Tom Stafford, Charles de Carvalho und Richard Cook. Vor allem aber: Pierre Gasly!
Ja, richtig gelesen. Der Formel-1-Pilot von Alpine zählt fortan zu den neuen Eigentümern des Tech3-Teams und ist damit der erste aktuelle F1-Star, der sich in die MotoGP eingekauft hat. In den vergangenen Jahren hatten sich speziell um den siebenmaligen Weltmeister Lewis Hamilton diverse Gerüchte gerankt, er wurde etwa mit Gresini und KTM in Verbindung gebracht. Ein tatsächliches Engagement in der MotoGP kam aber ebenso nie zustande wie eines von Max Verstappen, der im letzten Jahr ebenfalls Interesse an der Königsklasse auf zwei Rädern gezeigt hatte.
Kurios: Erst kürzlich hatte Steiner noch an einem anderen F1-Star gebaggert, dem aktuellen Weltmeister Lando Norris. Mehr dazu hier:



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