Wer dachte, dass Francesco Bagnaias MotoGP-Saison 2025 mit seinem perfekten Wochenende in Japan den Höhepunkt erreicht habe, der hat sich geirrt. Bagnaia holte in Motegi ja Pole Position, Sprinstieg und Grand-Prix-Erfolg. Und das nachdem er zuvor beim Heim-Grand-Prix in Misano nach einer desaströsen Vorstellung ohne Punkte geblieben war. Der späte Durchbruch schien gelungen - doch dann kam Indonesien.

Schon das Qualifying fiel für Bagnaia mit Startplatz 16 im nur noch 19 Fahrer umfassenden Feld äußert bescheiden aus. Im Sprint kam er schließlich sogar als 14. und Letzter ins Ziel. Über 29 Sekunden hinter Sieger Marco Bezzecchi und über 13 Sekunden hinter dem vorletzten Alex Rins, der zwischenzeitlich aber bei einer Kollision von Marc Marquez in die Auslaufzone geschickt worden war.

Mit dem besonders hitzebeständigen aber wenig Grip bietenden Michelin-Hinterreifen und ohne den von Bagnaia geliebten 355-Millimeter-Bremsscheiben - diese kommen nur auf Strecken mit extrem harten Bremszonen wie Motegi zum Einsatz - scheint sein vermeintlicher Durchbruch wieder völlig verpufft. "Was heute passiert ist, lag nicht in meinen Händen. Ich habe - wie immer - alles gegeben", zeigte sich Bagnaia nach dem Sprint ratlos.

Seine Probleme? Altbekannt. "Ich hatte unaufhörliche Wackler auf dem Motorrad. Ich musste sogar oft das Gas zu machen und bin häufig ohne Bremsen auf Kurven zugefahren. Das ist natürlich gefährlich. Was heute passiert ist, ist für mich inakzeptabel", schimpfte Bagnaia. Dass er an seine überragenden Leistungen aus Motegi nicht anschließen konnte, ist die eine Sache. Dass er im Indonesien-Sprint derart unterging, kann der zweifache MotoGP-Champion aber nur schwer hinnehmen: "Irgendetwas ist passiert. Vor einer Woche habe ich den Sprint in Motegi mit zwei Sekunden Vorsprung gewonnen und hier bin ich mit 29 Sekunden Rückstand 14. So etwas kann nicht sein."

Nach einer Erklärung gebeten, verwies Bagnaia auf seine Ducati-Mannschaft: "Ich kann es nicht erklären. Ich will, dass mir es jemand erklärt. Ich weiß nicht wer, aber irgendwer. Das ist das Mindeste, dass man mir erklärt, warum ich so langsam war. Das Team hat die Daten - ich weiß nicht was passiert ist. Es war eigenartig."