Die Formel 1 will 2027 wieder einen Schritt im Motorenreglement zurück gehen und den 50/50-Motor verwerfen. Das freut vor allem einen Piloten im Feld: Max Verstappen. Der Niederländer galt als der schärfste Kritiker der neuen Power-Unit-Generation und drohte in der Vergangenheit sogar mit dem Abschied aus der Königsklasse.
Die jüngsten Entwicklungen in der Formel 1 scheinen die Chance auf den Verbleib des Red Bull-Piloten aber deutlich verbessert zu haben. "Die Anpassung wird das Produkt besser machen, also bin ich glücklicher und dann will ich auch weitermachen und mein Bestes geben", erklärt Verstappen. "Ich denke, die Veränderung, die jetzt kommt, ist definitiv sehr positiv. Es fühlt sich fast wieder normal an, würde ich sagen. Das ist also gut."
Eine klare Antwort zu seiner Zukunft wollte der vierfache Champion dennoch nicht abgeben, doch Verstappen-Fans dürfen wohl aufatmen. "Ja oder nein, ist egal", meint Verstappen zwar, stellte aber zugleich klar, dass er grundsätzlich weitermachen will - allerdings nur, wenn es Änderungen gibt.
Verstappens Kritik am Reglement trägt Früchte
Erste kleine Anpassungen gibt es für den vierfachen Champion schon jetzt. Seit der April-Pause schraubt die FIA aktiv am Reglement und setzt nun in Kanada das Rekuperierungslimit im Qualifying auf sechs Megajoule herab, um dem Energiesparen entgegenzuwirken. Auch die Anzahl an Strecken mit alternativen Energie-Limits wurde bereits von acht auf zwölf erhöht - damit ist nun jede zweite Strecke im Rennkalender betroffen.
"Ich bin sehr zufrieden, wie die Kritik aufgenommen wurde", verrät Verstappen. "Ich bin der Meinung,dass, je mehr man im Sport erreicht hat, desto mehr Mitspracherecht hat man. Aber es hatten alle das gleiche Ziel."
Während der April-Pause fand ein langer Meeting-Marathon zwischen den Vertretern der Teams, der FIA und den Fahrern statt, um über mögliche Änderungen im Reglement zu diskutieren. "Wir alle, oder zumindest die meisten von uns, wollen einfach ein besseres Produkt schaffen und das, was die Formel 1 mit den Änderungen erreichen will, ist definitiv das Richtige."
Regelumbruch könnte Verstappens Zukunft beeinflussen
Finalisiert wurde die 60/40-Änderung allerdings noch nicht, weshalb auch Verstappen wohl noch keine finale Antwort zu seiner Zukunft abgeben wollte. Vor einer tatsächlichen Umsetzung des Motorenreglements sollen weitere Gespräche mit den technischen Gruppen der Teams sowie den Power-Unit-Herstellern geführt werden.
Eigeninteressen der Teams und politische Spielchen könnten dabei noch zu einem Problem werden - dessen ist sich auch Verstappen bewusst. "Wir können nur abwarten, bis es vollständig bestätigt ist. Aber es steht außer Frage, dass es passieren muss", ist sich der vierfache Weltmeister sicher.
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