Der Mann ist einfach nicht zu stoppen. Auch eine komplett neue MotoGP-Strecke meistert Dominator Marc Marquez am besten. Nur kurz war sein 13. Sieg in Serie (7 Sprints und 6 Grand Prix) in Gefahr. Danach spazierte der Spanier in Ungarn zum nächsten Triumph im Sprint.

Nur Quartararo hätte 'leichtesten' Sieg für Marc Marquez verhindern können

Einzig im Startchaos rund um die Kollision von Fabio Quartararo mit Enea Bastianini hätte der Sprint des Ducati-Stars am Balaton Park ein jähes Ende finden können. Er wurde aber knapp vom Franzosen verfehlt. "Ich spürte nichts, aber ich habe es gehört. Ich hörte einen Motor, der sehr nah war. In dem Moment habe ich das Motorrad aufgerichtet und lenkte etwas weiter, nur um sicher zu gehen", berichtete die Nummer 93. Um wenn es sich handelte und was genau passiert war, erfuhr er erst nach dem Rennen.

Startchaos des Sprint in Ungarn
Marc Marquez entging dem Startchaos knapp, Foto: IMAGO / Zsombor Toth

Durch das hinter ihm entstandene Chaos fuhr er schon in der ersten Runde einen Vorsprung auf seine Verfolger heraus. Angeführt wurden diese dann von Fabio Di Giannantonio. Doch der Italiener konnte zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise Druck auf den WM-Führenden ausüben. "Das hier war das leichteste Sprint-Rennen der Saison", konstatierte Marquez daher.

Fabio di Giannantonio kein Gegner für Marc Marquez

Doch der Seriensieger erklärte diese Aussage noch weiter: "Normalerweise war mein härtester Gegner mein Bruder Alex, der sehr schnell auf frischen Reifen ist. In Österreich hat er zu Beginn hart gepusht. Heute war Alex nicht da vorne dabei, während Di Giannantonio mehr ein Fahrer mit Stärken in der zweiten Rennhälfte ist." Das gilt bekanntermaßen aber auch für Marquez. Zu Beginn eines Rennens kann er attackiert werden, zum Ende ist gegen ihn kein Kraut gewachsen.

Marc Marquez fuhr allen davon, Foto: IMAGO / Zsombor Toth
Marc Marquez fuhr allen davon, Foto: IMAGO / Zsombor Toth

Diesmal erlebte die Königsklasse aber von vorne bis hinten absolute Überlegenheit des Ausnahmekönners. "Es ist einfacher, dein eigenes Rennen zu fahren. Das ist etwas, wonach du strebst. Du arbeitest dafür, deinen Vorteil gegenüber den anderen auszubauen", strahlte er zufrieden. Wohlwissend, dass es in der ersten Saisonhälfte noch unnötige Stürze gab, mahnte sich der 32-Jährige aber auch: "Es gilt jetzt die Konzentration aufrecht zu erhalten und nicht übermütig zu werden."

Marc Marquez scheffelt wieder Millionen: Sein Erfolgsbonus (05:49 Min.)

Dominanz im MotoGP-Sprint: Nur drei Punkte fehlen zur Perfektion

In den letzten Monaten ist ihm dies bestmöglich gelungen. Mit dem Samstag in Ungarn hat Marquez nun 13 der bisherigen 14 Sprints des Jahres 2025 gewonnen und damit 165 von 168 Punkten am Samstag geholt. Nur drei andere Fahrer (Bruder Alex, Francesco Bagnaia und Marco Bezzecchi) haben insgesamt mehr auf dem Konto. "Ja. Das ist ja nicht normal, oder? Das hätte ich mir in den kühnsten Träumen nicht vorgestellt", staunte der Ducati-Star über die eigene Bilanz. MotoGP-Titel Nummer sieben wird nicht mehr lange auf sich warten lassen, genauso wie der nächste Triumph. Nur die gefährliche erste Kurve steht wohl zwischen ihm und dem nächsten Grand-Prix-Sieg am Sonntag.

Um zu Ducati zu wechseln, musste sich Marc Marquez von Sponsor Red Bull trennen. Die Gerüchteküche schrieb zuletzt auch noch eine Trennung Red Bulls von KTM herbei. Pit Beirer hat damit aufgeräumt: