Manuel Gonzalez ist der Mann der bisherigen Moto2-Saison. Er konnte drei der ersten sieben Rennen 2025 gewinnen und führt vor dem Aragon-GP die Weltmeisterschaft drei Punkte vor Aron Canet an. Der 22-jährige Spanier macht sich deshalb zurecht Hoffnungen, 2026 in die MotoGP aufsteigen zu können. Am Montag darf er in Aragon zumindest erstmals beweisen, was er auf einem Motorrad der Königsklasse drauf hat.

Manuel Gonzalez ersetzt Ai Ogura im Aragon-Test

Wie am Sonntag bekannt wurde, wird Gonzalez für das Team von Trackhouse Racing am offiziellen Montagstest im Motorland Aragon teilnehmen. Der Aprilia-Kundenrennstall ist durch den verletzungsbedingten Ausfall von Ai Ogura ja aktuell auf einen Fahrer, nämlich Raul Fernandez, dezimiert.

Für das US-Team ist der Montagstest somit die ideale Gelegenheit, Gonzalez die erste Ausfahrt auf einem MotoGP-Bike zu ermöglichen. "Wir haben das Motorrad hier und den Test am Montag. Da haben wir uns gedacht, es wäre doch schön, einen jungen Fahrer auf unser Bike zu setzen", erklärt Team-Manager Davide Brivio. Gonzalez war dabei die logische Wahl: "Er führt die Moto2-WM an, fährt eine gute Saison und hat es sich absolut verdient."

Trackhouse-Boss stellt klar: Nur ein Test!

Dass ein Moto2-Pilot für ein MotoGP-Team an einem offiziellen Test teilnehmen kann, ist eine absolute Rarität. Gonzalez' Einsatz ließ deshalb natürlich sofort Spekulationen im Fahrerlager aufkommen, Trackhouse habe für 2026 ein Auge auf den Shooting-Star geworfen. Diesen Gerüchten erteilt Brivio aber eine klare Absage: "Es ist nur ein Test. Wir haben zwei Fahrer für 2026 unter Vertrag und sehen uns deshalb nicht nach anderen Piloten um. Dieser Test ist einfach nur ein Geschenk an einen jungen Fahrer und kein Probelauf für nächstes Jahr."

Manuel Gonzalez feiert seinen Moto2-Sieg in Thailand mit einem Wheely
Gonzalez durfte 2025 bereits über drei Rennsiege jubeln, Foto: Intact GP/Ronny Lekl

Brivio dämpft verständlicherweise die Spekulationen um sein Team. Klar ist aber auch, dass Trackhouse schon bald in eine Position kommen könnte, in der man trotz zwei für 2026 verpflichteten Fahrer auf dem Transfermarkt aktiv werden muss. Jorge Martin ist ja weiterhin fest entschlossen, das Aprilia-Werksteam mit Ende der laufenden Saison zu verlassen. Ein Aufstieg von Ai Ogura aus dem Trackhouse-Satellitenteam in die Factory-Truppe wäre dann ein denkbares Szenario. Eines, in dem sich für Gonzalez die Tür in die MotoGP auch als Stammfahrer öffnen würde...

Ducati-Probleme unlösbar? Yamaha wirft Bagnaia Rettungsring zu (07:46 Min.)