"Mein Ziel ist es, direkt in Q2 zu kommen." Nach zwei enttäuschenden Wochenenden zum Start in die MotoGP-Saison 2025 in Thailand und Argentinien hatte sich Francesco Bagnaia für den Amerika-GP in Austin einen simplen Plan überlegt. Zunächst die eigenen Hausaufgaben erledigen und dann versuchen, näher an Ducati-Teamkollege Marc Marquez heranzukommen. Und nach dem Trainingsfreitag lässt sich festhalten: Bagnaia hat die erste Hürde erfolgreich genommen, wenn auch nur geradeso.
Francesco Bagnaia enttäuscht im Austin-Training: Schlechteste Ducati!
Denn eine Glanzleistung lieferte der zweimalige MotoGP-Weltmeister am Freitagabend wahrlich nicht ab. Während Marc Marquez (1.), Fabio Di Giannantonio (2.), Franco Morbidelli (3.), Alex Marquez (4.) und Fermin Aldeguer (5.) im Training für eine Ducati-Fünffachführung sorgten, kam Bagnaia nicht über den zehnten Platz hinaus. Ganze 1,530 Sekunden fehlten ihm auf die Sessionbestzeit von Marquez und allein 0,557 Sekunden auf die 'zweitschlechteste' Desmosedici von MotoGP-Rookie Aldeguer.
Ein echtes Debakel also für den 28-jährigen Italiener, der damit zumindest auf dem Papier vom vermeintlichen Ducati-Teamleader zum Schlusslicht abgestürzt war. Doch davon wollte Bagnaia am Freitagabend nichts wissen. "Es war ein positiver Tag", bilanzierte er gleich zu Beginn seiner Medienrunde doch ziemlich überraschend. "Es hat heute wahrlich nicht alles geklappt, aber wir sind in den Top-Ten", erinnerte er erneut an seine Zielsetzung vom Donnerstag.
Bagnaia besser als ablesbar: Bewusst Luft nach oben gelassen
Am Samstag kann sich Bagnaia damit den stressigen Gang durch Q1 sparen und direkt in den Kampf um die Pole Position einsteigen. In Thailand hatte er dies etwa nicht geschafft. Doch das allein zeichnete nicht für die gute Stimmung beim gebürtigen Turiner verantwortlich. Vielmehr verriet er den wahren Grund seiner Freude: "Ich habe heute aufgrund der Bedingungen auf der Strecke viel Spielraum gelassen. Ich verliere im Kurveneingang viel Zeit [auf die restlichen Ducatis, Anm.], aber ich habe mir da bewusst Luft nach oben gelassen."
Das Klassement sei also verzerrt, Bagnaia nicht so weit zurück wie dort ablesbar - oder vielleicht sogar in Front. "Ich fühle mich gut, ich fühle mich komfortabel - ganz anders als in den letzten Rennen", spricht der Ducati-Pilot erneut von Fortschritten gegenüber Thailand und Argentinien, die er an Samstag und Sonntag in den entscheidenden Momenten nun unter Beweis stellen will. "Ich weiß, wie sehr ich gepusht habe und ich weiß, wie sehr die anderen gepusht haben. Ich kenne mein Potenzial. Ich weiß, wo ich es hinschaffen kann, daher brauche ich mir jetzt keinen Druck aufzuerlegen", zeigt er sich hoffnungsvoll, die Trendwende geschafft zu haben.
Doch was meint ihr: Hat sich Francesco Bagnaia wirklich bewusst zurückgehalten oder war der Ducati-Pilot nicht doch um Schönrederei bemüht? Sagt uns eure Meinung in den Kommentaren! Die restlichen Ereignisse vom Trainingsfreitag in Austin könnt ihr derweil hier in unserem Liveticker nachlesen:



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