Heute fahren sie die schnellsten Motorräder der Welt, doch die Stars der MotoGP waren auch schon Fans des Sports, lange bevor sie den Einstieg in die Königklasse schafften. Drei der aktuellen Spitzenpiloten teilen mit uns ihre ersten Erinnerungen aus Kindheitstagen, als sie selbst begeistert wurden.

Francesco Bagnaia erinnert sich an 'eigenartige' Lackierung

Beginnen wir mit dem Italiener im Bunde. Francesco Bagnaia hat sich als erstes nicht Rennaction, sondern ein optischer Eindruck eingebrannt. Natürlich ging es dabei um den großen Star seiner Jugend: "Das erste Rennen, das mir da in den Sinn kommt als ich noch sehr jung war, ist Valencia 2003. Ich erinnere mich an eine Lackierung. Das Repsol-Logo bei Valentino [Rossi] wurde auf eigenartige Weise geändert."

Abschiedslackierung auf Valentino Rossis Honda in Valencia 2003
Valentino Rossi fuhr zum Honda-Abschied mit einer speziellen Lackierung, Foto: Repsol

Die Sonderlackierung kam nicht von ungefähr. Denn es handelte sich um das letzte Rennen von Valentino Rossi mit Honda, ehe er ab 2004 zu Yamaha ging. Selbstredend gewann der 'Doctor' diesen Grand Prix dann auch noch. Beim ersten Weltmeister aus seiner VR46-Academy ist aber doch mehr die Lackierung hängen geblieben

Rossi vs. Stoner begeisterte Jorge Martin

Auch bei Jorge Martin sind die Erinnerungen an die Kindheit fest mit Rossi verbunden. "Ich erinnere mich an Valencia 2006. Da war ich vor Ort und traf Valentino [Rossi] das erste Mal. Das war fantastisch", gibt der Spanier an.

Das Duell zwischen Valentino Rossi und Casey Stoner begeisterte nicht nur Jorge Martin, Foto: Fiat Yamaha
Das Duell zwischen Valentino Rossi und Casey Stoner begeisterte nicht nur Jorge Martin, Foto: Fiat Yamaha

Doch auf die Frage nach seinem schönsten Fan-Erlebnis, muss er nicht lange überlegen: "Wenn ich aber eines wählen müsste, dann würde ich Laguna Seca 2008 nehmen. Das war das großartigste Rennen." Rundenlang duellierte sich Rossi mit Titelverteidiger Casey Stoner. Die beiden fuhren in einer eigenen Liga. Völlig am Limit kam der Australier schließlich von der Strecke ab und im Kiesbett zu Fall. Dennoch setzte er wieder auf und wurde noch Zweiter. Mittlerweile gilt das Rennen als das MotoGP-Duell schlechthin.

Marc Marquez: Doohan vs. Criville bleibt unvergessen

Ein paar Jahre älter ist Marc Marquez. Seine erste Erinnerung geht dementsprechend noch weiter zurück. Es geht um legendäre Bilder: "Ich würde mich für [Mick] Doohan gegen [Alex] Criville in der letzten Runde in Jerez [1996] entscheiden. Das ist glaube ich der erste Moment, an den ich mich erinnern kann. Besonders diese letzte Runde war unglaublich, als die ganzen Leute mitten auf die Strecke gelaufen sind."

Das Duell Criville gegen Doohan ging bis in die letzte Runde, Foto: MotoGP
Das Duell Criville gegen Doohan ging bis in die letzte Runde, Foto: MotoGP

Was heute sofort die rote Flagge zur Folge hätte, irritierte die spanische Hoffnung Alex Criville. Die Fans rannten bereits während der letzten Runde auf die Strecke. Der führende Lokalmatador hatte aber noch Dominator Mick Doohan im Nacken. In der letzten Kurve griff der Australier innen an. Er gewann, während Crivilles Traum vom ersten Heimsieg im Kiesbett endete. Doch der Spanier erholte sich bemerkenswert von diesem Trauma. Die nächsten drei Rennen in Jerez gewann er allesamt.

An welches Rennen könnt ihr euch als erstes erinnern? An welches denkt ihr besonders gerne zurück? Sagt es uns in den Kommentaren!